«Mega-Orchesterwoche» in Gstaad

«Mega-Orchesterwoche» in Gstaad

Miriam Schild , 28.08.2017

Intensives Proben mit anderen ambitionierten Amateurmusikern im wunderschönen Saanenland: Die Play@ Gstaad Menuhin Festival Amateur- orchesterwoche hat Suchtpotential, wie die Geigerin Pierrine Gilgen verrät.

90 Musikerinnen und Musiker standen beim Abschlusskonzert des Play@ Gstaad Menuhin Festival Amateurorchesters am Sonntag, 6. August im Festivalzelt in Gstaad auf der Bühne. Die seit 2008 in Kooperation mit dem EOV durchgeführte Orchesterwoche war bis auf den letzten Platz ausgebucht – aber nicht nur deshalb ein grandioser Erfolg. Unter der Leitung des Dirigenten Kevin Griffiths spielte das Orchester aus Amateurmusikern aus der ganzen Schweiz und professionellen Stimmführern beim Matineekonzert mutig, präzis und leidenschaftlich auf – und vermochte die zahlreichen Zuhörer im Festivalzelt mit seiner Interpretation von Johannes Brahms’ 4. Sinfonie und der Uraufführung «Scene Change» des Schweizer Komponisten Oliver Waespi zu begeistern.

Dieses Jahr zum ersten Mal an der Play@-Woche teilgenommen hat die Amateurgeigerin Pierrine Gilgen. «Es war einfach mega», schwärmt die 22-Jährige. Eine Probewoche in einer solch wunderschönen Bergwelt – und das bei prächtigem Wetter – mitzumachen, sei schlicht traumhaft und einzigartig. «Wenn wir frei hatten, sind wir oft wandern gegangen.» Und am Abend hätten sie in der Ferienwohnung, die sie zusammen mit ein paar Orchesterkollegen gemietet hatte, zusammen gekocht.

Auch musikalisch habe ihr die Woche super gefallen und sie habe viel profitiert, erzählt die in Basel wohnhafte Pharmaziestudentin. «Wir haben das Notenmaterial schon sehr früh und mit Fingersätzen und Bogenstrichen versehen erhalten.» Das sei sehr praktisch gewesen, um im Vorfeld zu üben. Auch die anderen Teilnehmer seien gut vorbereitet nach Gstaad gereist. Mit Hilfe der kompetenten Unterstützung der professionellen Stimmführer sei es daher möglich gewesen, auf hohem Niveau zu musizieren. «Dank Konzertmeister Harris Tipps in den Registerproben wurden für mich sogar eigentlich als unspielbar angesehene Passagen plötzlich machbar», so Pierrine. An Dirigent Kevin habe sie seine fordernde und dennoch geduldige Art geschätzt. «Ich habe gespürt, dass er mit uns wirklich etwas erreichen wollte.»

Pierrine will wieder kommen. Die Woche für das Play@ 2018 habe sie sich bereits wieder reserviert – und sich den Anmeldestart im Kalender rot markiert – schliesslich seien die Kursplätze auch bei den Streichern limitiert.

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