Der j+m-Fonds stösst nach wie vor auf grosses Interesse 

Zahlreiche Projekteingaben im Jahr 2016

Niklaus Rüegg, 26.02.2017

Der j+m-Fonds zugunsten hervorragender regionaler Jugendmusik-Projekte erhielt im Jahr 2016 65 Unterstützungsanfragen.

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«Die Zeit, die Zeit» - eine Produktion aus dem Jahr 2014 zum Zeitbegriff mit Handys, Tablets versus innere Werte

Der j+m-Fonds stösst nach wie vor auf grosses Interesse

Niklaus Rüegg – Im Jahr 2015 verzeichnete man einen neuen Rekord mit 69 Unterstützungsanfragen. Letztes Jahr waren es nur leicht weniger: 30 von insgesamt 65 Projekten konnten positiv beantwortet und mit Defizitgarantien zwischen CHF 300 und 2500 bedacht werden. In den allermeisten Fällen liegen die gesprochenen Beträge zwischen CHF 1000 und 2000. Gerne würden die Fondsverantwortlichen mehr Geld pro Projekt geben, doch wurden im letzten Jahr die Mittel von j+m etwas knapper. Im vergangenen Jahr lag der zur Verfügung stehende Betrag bei CHF 40'000. Im Verhältnis zum beantragten Gesamtbetrag liegt er somit über sechs Mal tiefer.
Die Fondspräsidentin Kathrin Renggli zeigt sich hoch erfreut über das ungebrochene Interesse am j+m-Fonds sowie über die Qualität der Projekte – auch der nicht unterstützten. Einige der unterstützten Projekte werden auf dieser Seite als herausragende Beispiele für eine lebendige Jugendmusik-Szene vorgestellt.

Heidi reis(s)t aus

Die Musikschule Weinfelden ist bekannt für ihre spartenübergreifenden Projekte mit Theater, Tanz, Gesang und Musik. Von August 2016 bis Juni 2017 bietet die Schule ein Musik-Tanz-Theaterprojekt für Kinder und Jugendliche von 10 bis 20 Jahren an, das, ausgehend von der weltbekannten Erzählung «Heidi» von Johanna Spyri, das Thema «Heimat» erforschen will. Die Kursleitung liegt bei Mary Santella und Emmanuel Ramos.
Begriffe wie «Heimatgefühl» oder «Heimweh» werden hinterfragt und mit theatralischen Mitteln dargestellt: Heidi, das kleine Mädchen aus den Bergen geht in die Grossstadt Frankfurt, wo sie unter Heimweh leidet. Wonach eigentlich? Nach ihrem Grossvater? Nach den Bergen? Nach ihrem Schlafzimmer? Könnte sich Heidi nicht auch in Frankfurt zuhause fühlen? Was ist es eigentlich, das dem Menschen das Gefühl von «zuhause sein» vermittelt? Im Kurs erfährt die Heidi-Geschichte einen modernen «Ausreisser»: Zusammen mit den Teilnehmenden wird der Frage nachgegangen, wo eigentlich Heidis Zuhause ist und wo es sein könnte. Zu Hause in den Bergen ist es schön, aber mit dem Heranwachsen wird es Heidi im abgelegenen Bergdorf immer langweiliger. Eines Tages packt sie ihren Rucksack und reis(s)t aus in die weite Welt. Auf ihrer Reise trifft sie Menschen aus anderen Ländern, die ein ganz anderes Verständnis von «Heimat» haben, als sie es kennt. Heidis Reiseerfahrungen und das Kennenlernen anderer Kulturen verändern ihre Wahrnehmung.
Die j+m-Fondskommission liess sich von der Qualität dieses Kursangebotes überzeugen und unterstützt die Schlussaufführungen vom 19. bis 21. Mai 2017 mit einer Defizitgarantie.

www.musikalis.ch


B-sides Festival

Vom 15. bis 17. Juni 2017 feiert das Festival «B-sides» seine 12. Austragung. Der Freiluftanlass ist zu einem wichtigen Bestandteil der regionalen Kulturlandschaft Luzern heran gewachsen. Vom innovativen Konzept, welches auf Qualität, Nachhaltigkeit und Entdeckungen setzt, liess sich die j+m-Fondskommission gerne überzeugen.
Während drei Tagen wird auf dem Krienser Sonnenberg Musik, Kulinarik und Stimmung geboten. Musikbegeisterte, nicht nur aus der Region Luzern sondern aus der ganzen Schweiz und dem Ausland, werden auch dieses Jahr ein hochkarätiges Musikerlebnis geniessen können. Zog das Festival im ersten Jahr noch 500 Leute an, waren es seit 2014 jeweils mehr als 4500. Geboten wird herausragende Musik jeglicher Couleur und abseits des Mainstreams. Dank einer aufwändig betriebenen Küche kann am B-sides so gut gegessen werden wie wohl an keinem anderen Openair in der Schweiz. Mit der Bohemiansbühne wird dem regionalen Nachwuchs eine wichtige Plattform geboten. Das Kinderprogramm am Samstagnachmittag erlaubt Kindern und Jugendlichen einen wichtigen Einblick in das aktuelle Schweizer Musikschaffen und ermöglicht eine spielerische erste Begegnung mit qualitativ hochstehender Popmusik.
Das abwechslungsreiche Programm ist wie gewohnt mit regionalen, nationalen und internationalen Bands bestückt. Schwerpunkte liegen auf Frauen in der Musik und einem ressortübergreifenden Kunst-Projekt «The Art of a Culture of Hope» in Zusammenarbeit mit dem Südpol Luzern. Zum Auftakt wird am Eröffnungstag die dänische Singer-Songwriterin und Pianistin Agnes Obel auftreten.

www.b-sides.ch

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Pamplona Grup am B-Sides 2016

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