Die «Methode
 Natochenny»


Die «Methode
 Natochenny»


Frank-Thomas Mitschke , 09.09.2015

Die Kalaidos Musikhochschule kennt keine Altersbegrenzungen – weder für Dozierende noch für Studierende. Lev 
Natochenny, 65, wird ab sofort aus Frankfurt in die Schweiz wechseln und eine Klavier­klasse übernehmen.


Professoren und Professorinnen können an der Kalaidos Musikhochschule auch nach Vollendung ihres 65. Lebensjahres Studierende zum Diplom führen – und auch neue Studierende aufnehmen. Das Interview entstand am 7. Juli 2015 in Frankfurt anlässlich der Zulassungsprüfungen für die Meisterklasse von Lev Natochenny.


Lev Natochenny, Du beginnst zum Wintersemester 2015, Studierende bei uns an der Kalaidos Hochschule zu unterrichten. Warum Kalaidos?


Mir ist immer die Idee wichtig, die hinter einer Institution steht. Die Idee von Kalaidos – ein flexibles Studium mit vielen Individualisierungsmöglichkeiten, ohne Altersbegrenzung für Lehrende und Lernende – das hat mir gefallen. Und dass ich den Hauptfachunterricht auch bei mir in meinem Studio zuhause in Deutschland geben kann, kommt mir ebenfalls sehr entgegen.


Wenn man Deine Studierenden hört und sieht, so fällt zunächst einmal auf, dass sie alle etwas gemeinsam haben: eine äusserst ökonomische Spielweise – in ihren Interpretationen sind alle Studierenden aber höchst individuell. Gibt es eine «Methode Natochenny»?


Nein, Methoden, (denke ich) funktionieren nie, weil die Menschen alle völlig unterschiedlich sind. Jeder braucht seine eigene «Methode». Wichtig ist, dass die Studierenden ihr Instrument kennen, es verstehen, mit ihm eins sind. Ansonsten besteht «meine Methode» eben darin, jeden möglichst individuell zu fördern und dabei seine Individualität zu lassen. Mein früherer Student Martin Stadtfeld sagte einmal über mich, ich gäbe den Rahmen vor, aber malen müssten die Studenten allein – ich denke, das trifft es ziemlich gut.


Du hast eine besondere Beziehung zu Deinen Studierenden, sehe ich das richtig?


Oh ja, viele von ihnen sind schon etliche Jahre bei mir, zehn oder zwölf … Zu Anfang gebe ich unglaublich viel, ich investiere in sie meine Kraft und mein Wissen, und wenn sie eigene künstlerische Persönlichkeiten sind, dann nehme ich wieder: Ich erfreue mich an ihrer Kunst, ich diskutiere und lerne mit und von ihnen … wir sind wie eine Familie.


Vielen Dank für dieses Interview; wir freuen uns sehr, dass Du jetzt an der Kalaidos Musikhochschule unterrichten wirst!

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