Musica e teatro nell’Italia barocca - Zum 500. Todestag Heinrich Isaacs

Musica e teatro nell’Italia barocca - Zum 500. Todestag Heinrich Isaacs

13.03.2017

In einem Jahr, in dem sich so globale und weltgeschichtliche Ereignisse wie der Thesenanschlag Martin Luthers zum 500. Mal jähren und die damit angestossenen kirchlichen Reformationsbestrebungen allenthalben in Ausstellungen, verschiedenartigsten Publikationen und Festivals gefeiert werden, kann es leicht passieren, dass die sonst immer an vorderster Front stehenden musikalischen «Jahresregenten» ein wenig untergehen.

La ricerca degli ultimi decenni ha messo in luce il ruolo essenziale del coevo teatro spagnolo come fonte e modello drammaturgico per l’opera italiana del Seicento. A. Garavaglia e A. Tedesco ne discuteranno in occasione della presentazione del volume La Comedia Nueva e le scene italiane nel Seicento. Trame, drammaturgie, contesti a confronto (Olschki, 2016), che traccia la storia di questi studi e individua nuovi percorsi di ricerca interdisciplinari.

Seguirà la presentazione della banca dati Musico Napolitano. Indice delle maestranze musicali attive a Napoli, realizzata presso l’Université de Fribourg da un team di ricerca comprendente C. Bacciagaluppi, A. Fiore e R. Zitellini. Musico Napolitano mette in relazione informazioni riguardanti i professionisti dello spettacolo attivi nella Napoli del Sei/Settecento, emerse dallo spoglio di fonti di diversa natura. Consente di ricostruirne le carriere, di osservare la presenza e l’integrazione dei musicisti nel tessuto urbano e la loro mobilità sulla scena musicale partenopea.

Venerdì 5 maggio 2017, ore 14.30

Université de Fribourg, Salle de cours de Musicologie, Miséricorde 2033

Stefan Gasch — Selbst der 450. Geburtstag des «divino Claudio» (Monteverdi), dessen neuer Tonsatz und radikale Ausdrucksformen einen kaum zu überschätzenden Paradigmenwechsel an der Schwelle zur Frühen Neuzeit bedeuteten und der wie kein anderer Komponist die Operngeschichte revolutioniert hat, rückt ein wenig in den Hintergrund. Immerhin wird Monteverdis Werken beim diesjährigen Festival des Forum Alte Musik Zürich ein breiter Raum gegeben (16.–26. März).

Symposium in Zürich

Im Gegensatz hierzu nimmt sich das im Rahmen des Festivals stattfindende Symposium «Der Komponist Heinrich Isaac (ca. 1450–1517): Kontexte und Rezeptionen» (inkl. Konzert) eher bescheiden aus. Es mag sein, dass Isaac ein Nischendasein im öffentlichen Bewusstsein fristet, doch ist unbestritten, dass er zu jenen Komponisten des franko-flämischen Sprachraumes gehört, die über Jahrzehnte die Kultur- und Musikgeschichte Europas massgeblich geprägt haben. Geboren um 1450/1455 im flämisch-sprachigen Gebiet der südlichen Niederlande hatte er schon früh eine sehr gute Ausbildung genossen und war von 1485 bis zum Sturz der Medici 1494 am Baptisterium San Giovanni in Florenz als Sänger angestellt. Wenn er in den folgenden Jahren der politisch unsicheren Zeiten gezwungen war, die Stadt zu verlassen, blieb Isaac sowohl «der» Kulturmetropole am Arno als auch den Medici, bis zu seinem Tod (1517) aufs Engste verbunden. Daran änderte auch seine Anstellung am Hof des Habsburgerkaisers Maximilian I. nichts, der ihn 1515 schliesslich mit der Begründung «daz Er unns zu Florennz nuzer, dann an unnserm hof ist» sei, in die Pension entliess.

Isaacs unterschiedliche Wirkungsstätten brachten verschiedene repertorielle Herausforderungen mit sich, die sich in der Art und Stilhöhe der Kompositionen niederschlugen. Warum dieses Œuvre so beliebt war, zeigt nicht nur die ausserordentliche Bandbreite seiner Werke, die sämtliche Gattungen der Zeit um 1500 umfasst. Sie zeigt sich in solch unkonventionellen Sätzen wie dem Lied Innsbruck, ich muss dich lassen und offenbart in der ausserordentlich breiten – und lang über seinen Tod hinaus andauernden – handschriftlichen wie gedruckten Überlieferung in allen europäischen Ländern, wie gesamteuropäisch sie gedacht werden muss.

Tagung in Wien

Man darf sich also freuen, dass diesem komponierenden Weltbürger in Zürich ein punktgenaues Zeichen zum Todestag (26. März 1517) gesetzt wird, ein Diskussions- und Klangforum, das vor allem nach der Stellung Isaacs in den damaligen Patronage-Verhältnissen aber auch seiner Rolle innerhalb der Kompositionsgeschichte um 1500 fragt. Erfreulich ist auch, dass es nicht die einzige Tagung bleibt: Denn auch in Wien, dem offiziellen Regierungssitz von Isaacs Brotgeber Maximilian I. und dem Epizentrum der Habsburger Monarchie, möchte die vom 1.–3. Juli 2017 stattfindende Tagung «Heinrich Isaac (ca. 1450/55–1517): Komposition – Rezeption – Interpretation» einen frischen Blick auf unterschiedlichste Lebens- und Schaffensaspekte dieses Mannes werfen. Die Stossrichtung unterscheidet sich hier von der Züricher Veranstaltung dahingehend, als neben Tagungsreferaten mit einem Konzert und einem ganztägigen interaktiven Workshop mit dem Blick auf das Repertoire der für die kaiserliche Hofkapelle typischen alternatim-Messen ein bislang kaum untersuchter Werkbestand unter rezeptionellen, analytischen und aufführungstechnischen Gesichtspunkten untersucht und erarbeitet wird.

Dass eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Musik Isaacs noch immer notwendig und aus aufführungspraktischer Sicht nach wie vor gefragt ist, zeigt auch Jordi Savalls im April erscheinende Isaac-CD. Zusammen mit seinem Ensemble Hesperion XXI möchte der Katalane in einem Querschnitt durch sämtliche Gattungen gleichsam eine virtuelle musikalische Biographie Isaacs präsentieren, die den aktuellen Stand der Forschung berücksichtigt.

Auch wenn Isaacs Schaffen nicht die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf sich zieht, so erfährt dieser im besten Sinn als «Europäer» zu bezeichnende Komponist in der diesjährig mehrfach stattfindenden Diskussion, Rezeption und Interpretation doch noch eine Würdigung aus Wissenschaft und Kunst, die ihm im Jahr seines 500. Todestages zusteht.

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