Nicht nur «Tosca»

Nicht nur «Tosca»

Anselm Gerhard , 16.05.2017

Bern als Treffpunkt der internationalen Opernforschung.

«Tosca», das ist nicht nur der Titel einer der erfolgreichsten Opern Puccinis, sondern auch das Akronym einer internationalen Tagung: «Transnational Opera Studies Conference». Nach dem grossen Erfolg von tosc@bologna.2015 folgt nun vom 5. bis zum 7. Juli tosc@bern.2017. Wie vor zwei Jahren haben sich wieder weit über 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Herren Länder für einen der nur 70 «Plätze» beworben. Die Auswahl durch einen international besetzten Wissenschaftlichen Beirat garantiert ein sehr hohes Niveau, an das dann tosc@paris.2019 wird anknüpfen können.

An drei Tagen werden in jeweils drei Parallelsektionen neueste Forschungsergebnisse aus allen Bereichen der Musiktheaterforschung vorgestellt. Besondere Akzente setzen Sektionen zu «Oper und Film», «Oper und moderne Medien», zur tschechischen und russischen Oper sowie ein Panel zu «Napoleon und Spontini». Aber natürlich dürfen auch Vorträge zu Namen wie Rossini, Wagner, Verdi und Puccini nicht fehlen. Weitere Sektionen gelten unter anderem der frühen venezianischen Oper, der opera buffa im 18. Jahrhundert, der Organisationsgeschichte und der Bedeutung des Gesangs im Musiktheater. David Trippett (Cambridge) wird am Freitag, den 7. Juli, seine vielbeachtete Recherche zu einer Oper vorstellen, die Franz Liszt im Jahre 1851 in italienischer Sprache skizziert hatte.

In drei Hauptvorträgen berichten der Theaterwissenschaftler Gunther Heeg (Leipzig) über die Bedeutung des «epischen» Theaters für die Operngeschichte, die Komponistin Lucia Ronchetti (Rom) über Möglichkeiten der Opernkomposition im 21. Jahrhundert und der Musikhistoriker Roger Parker (London) über die Rezeption der Hauptwerke des 19. Jahrhunderts in der Postmoderne. Zwei kommentierte Abendkonzerte mit Leonardo Miucci (zur Kunst des Gesangs auf dem Fortepiano) und Lucia Ronchetti (mit ihrer Komposition Hamlet’s Mill und parodistischen Kompositionen aus dem 18. Jahrhundert) runden das Programm ab.

Organisiert wird die Konferenz vom Institut für Musikwissenschaft der Universität Bern, mit Vincenzina C. Ottomano als Wissenschaftlicher Koordinatorin und Valeria Lucentini als Leiterin der Organisation.

Weitere Auskünfte und das detaillierte Programm unter

> www.musik.unibe.ch/forschung/tagungen/toscbern2017/index_ger.html

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