Reformierter Kirchenmusikverband SchweizKirchenmusik seit der Reformation und heute

Reformierter Kirchenmusikverband SchweizKirchenmusik seit der Reformation und heute

09.04.2017

Kirchenmusik ist, wie jede Ausprägung der Musik, in stetem Wandel begriffen. Auch der RKV als Dachverband der reformierten Kirchenmusikverbände der Schweiz hat sich gewandelt. Neumitglieder sind willkommen.

Zentralpräsident:

Emil Dieter

Kniestrasse 29

8640 Rapperswil

044 481 79 73

zentralpraesidium@rkv.ch

Geschäftsstelle:

Markus J. Frey

Hauptstrasse 44

5200 Brugg

056 441 20 50

geschaeftsstelle@rkv.ch

> www.rkv.ch

Emil Dieter — Die reformierte Kirchenmusik in der Schweiz war in der Zeit nach der Reformation sehr karg. In den meisten Kirchen waren ausschliesslich einstimmig gesungene Gemeindelieder ohne Instrumentalbegleitung üblich. Dazu wurde der sogenannte «Genfer Psalter» geschaffen, eine durch Calvin beauftragte Fassung aller 150 Psalmen in Reimen und mit neuen Melodien versehen.

Erst nach und nach kamen weitere Lieder dazu, vor allem solche zu den Festzeiten (Weihnacht- und Osterfestkreis). Gesungen wurde mit Vorsänger, also ohne Instrumente, mit der Zeit sogar vierstimmig. Die Melodie war meist im Tenor. So findet man im Zürcher Gesangbuch von 1705 auf 400 Seiten die Genfer Psalmen und auf 75 Seiten die übrigen Lieder.

Vermehrt wurden auch wieder Orgeln in die Kirchen gebaut und zur Begleitung des Gemeindegesanges verwendet, so etwa im Basler Münster um 1600.

In allen Epochen hat sich die reformierte Kirchenmusik weiter entwickelt, befruchtet vor allem von der lutherischen Musiktradition sowie von der katholischen Kirchenmusik und von der weltlichen Musik. Heute erklingt im reformierten Gottesdienst Musik in vielfältigsten Stilen und Besetzungen! Dies obwohl wahrscheinlich die meisten Menschen auch heute noch beim Ausdruck «reformierte Kirchenmusik» sogleich an Orgel denken.

Verbandsarbeit

Bereits vor 1900 wurden die ersten reformierten kirchenmusikalischen Vereine gegründet. Kirchenchöre und ab 1896 auch der Schweizerische Kirchengesangsbund kümmerten sich um die reformierte Chorarbeit. Für Orgelspieler entstanden die kantonalen Organistenverbände, einerseits als «Gewerkschaften», darüber hinaus aber auch als Interessengemeinschaften für Aus- und Weiterbildung, Berufspflege usw. Erst 1969 wurde der Dachverband «Reformierte Organistenverbände der deutschsprachigen Schweiz» gegründet. Einige Jahre später folgte die Umbenennung in «Kirchenmusikerverbände» und die Öffnung auch für ökumenische Kantonalverbände. Ausser den Chören und den Personalverbänden gab es bisher keine weiteren Dachorganisationen für andere kirchenmusikalische Gruppierungen.

Reformierter Kirchenmusikverband Schweiz

2016 beschloss die Delegiertenversammlung eine Erneuerung der Statuten, die am 1. September 2016 in Kraft getreten sind. Die bisherigen Beschränkungen auf die «deutschsprachige Schweiz» und auf die reinen Personalverbände fallen damit weg! Eine umfassende Vernetzung aller in der Kirchenmusik tätigen Gruppierungen ist damit heute möglich, zumindest auf dem Papier. Folgen muss nun natürlich die Praxis!

Somit sind alle in der Kirchenmusik tätigen Gruppierungen im RKV willkommen, etwa Streichorchester, Flötenensembles, Bläsergruppen, Bands, Sakraltanzgruppen usw. Ebenfalls sind neu auch Passivmitgliedschaften möglich, dies zB. von Firmen (Musikverlage, Instrumentenbauer etc.) oder von Gruppierungen/Einzelpersonen aus dem Ausland. Fragen und Anmeldungen sind an das Zentralpräsidium oder an die Geschäftsstelle zu richten.

Die Mitgliederaufnahme erfolgt durch die alle zwei Jahre stattfindende Delegiertenversammlung auf Antrag des Zentralvorstandes.

Schweizer Musikrat

Verbandsadresse

Schweizer Musikrat SMR
Haus der Musik
Gönhardweg 32, CH-5000 Aarau
T +41 62 822 94 23
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