Eine Schweizer Opernlegende ist tot 

Tod der Sopranistin Lisa della Casa

Codex flores, 12.12.2012

Laut einer Mitteilung der Wiener Staatsoper ist die Schweizer Sopranistin Lisa Della Casa im Alter von 94 Jahren in Münsterlingen am Bodensee verstorben.

Lisa Della Casa wurde am 2. Februar 1919 in Burgdorf (Schweiz) geboren. Sie erhielt ihre Ausbildung bei Margarethe Haeser in Zürich. 1941 debütierte sie als Cio-Cio-San (Madama Butterfly) am Städtebundtheater Biel-Solothurn. Nach Auftritten vor allem als Schauspielerin und Konzertsopranistin sang sie 1943 die Mimì (La Bohème) am Stadttheater Zürich, ihre internationale Karriere startete sie 1947 als Zdenka (Arabella) bei den Salzburger Festspielen.

1947 wurde sie Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Zu ihren meistgesungenen Partien an der Wiener Staatsoper zählen Contessa d'Almaviva (Le nozze di Figaro), Feldmarschallin (Der Rosenkavalier), Pamina (Die Zauberflöte), Donna Elvira (Don Giovanni) sowie die Titelpartien von Ariadne auf Naxos und Arabella.

Die Sopranistin gastierte regelmässig bei den Salzburger Festspielen, am Londoner Royal Opera House Covent Garden, an der Bayerischen Staatsoper, an der Mailänder Scala und an der New Yorker Met. Am 7. Oktober 1952 wurde Lisa Della Casa der Titel einer Österreichischen Kammersängerin verliehen, am 26. November 1969 das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse. 1987 wurde sie zum Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper ernannt.