Klangbeispiele zum Interview mit Rudolf Fritsche in der SMZ 12/2013 
Mineralischer Widerhall

Mineralischer Widerhall

Interview: Pia Schwab, 04.12.2013

Jahrelang war Stein das Arbeitsmaterial von Rudolf Fritsche. Eher zufällig kam er dazu, ihm Klänge zu entlocken. Eine Suche, die ihn dann nicht mehr losliess. Er baute mehrere Steininstrumente, sein Lithofon hat Pierre Boulez begeistert. Fuss gefasst im Musikleben hat es bisher nicht.

Vor etwa zwölf Jahren begann Rudolf Fritsche, den Klang verschiedener Steinsorten zu erforschen und ein erstes Schlaginstrument zu bauen. Seine Gramorimba ist das einzige Lithofon, dessen Platten sowohl grund- wie auch obertongestimmt sind. Später ergänzten ein Steingong und ein Steinei sein Instrumentarium. Er ist Klangtherapeut, arrangiert Stücke und spielt Gramorimba im Duo mit Flöte und im Trio mit Flöte und Cello. Im Frühjahr dieses Jahres wurde die letzte Komposition des verstorbenen Gion Antoni Derungs vom Collegium Musicum Ostschweiz uraufgeführt: Im Märchenschloss, Drei Szenen für Flöte, Gramorimba und Streichorchester, ein Auftragswerk von Rudolf Fritsche.

Lesen Sie das Interview in der gedruckten Ausgabe der SMZ 12/2013.

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Rudolf Fritsche am Steingong
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Eiförmige Steinskulptur

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Steingong
Steinei
Gramorimba

Im Märchenschloss von Gion Antoni Derungs

Auszüge aus dem Konzert vom 30. Juni 2013 im Pfalzkeller St. Gallen
Adrian Schilling, Gramorimba; Hossein Samieian, Flöte; Collegium Musicum Ostschweiz, Leitung Mario Schwarz

 

Adagio und Rondo KV 617 von Wolfgang Amadeus Mozart, ursprünglich für Glasharmonika komponiert

 


Der Jazzmusiker Wolfgang Lackerschmid aus Augsburg ist ein virtuoser Gramorimba-Spieler, und er hat auch für das Instrument komponiert. In seinem Werk Steinklang einer 2000-jährigen Stadt kommen gleich drei Steininstrumente zum Einsatz: Gramorimba, Steingong und Steinskulptur. In den weiten Räumen des römischen Museums in Augsburg wird es als Schlusspunkt der Stadtführungen aufgeführt und bildet so eine Brücke über zweitausend Jahre Geschichte.

Steinklang einer 2000-jährigen Stadt von Wolfgang Lackerschmid
Studierende des Leopold-Mozart-Zentrums Augsburg


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  • Walter Amadeus Ammann, Bern am 12.12.13 - 11:40

    Lithophone

    Ich bewundere Ihre Gramorimba. Sie hat einen wunderschön rein runden langdauernden Klang, Xylophon tönt trockener, Metallophon schriller. Als häufiger Ardèchebesucher habe ich Bekanntschaft gemacht mit den flachen Urgestein-Flusskieseln gross wie Schuhsohlen, mit schmalen Kalkplatten und basaltischen Lamellen aus Vulkanschloten, aus denen ich vielfältige Lithophone zusammengestellt habe, aber nur über maximum anderthalb Oktaven. Bei Wanderungen stösst man unvermittelt an klingende Steine – als Musiker kann man nicht widerstehen, innezuhalten und in der Umgebung den Rucksack mit einer schweren Tonleiter zu bepacken!

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