Nationalrat soll Kulturschaffende besser schützen
Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats hat eine parlamentarische Initiative angenommen, die Lücken in der sozialen Absicherung professioneller Kulturschaffender schliessen soll.

Suisseculture und Suisseculture Sociale begrüssen die Initiative als wichtiges politisches Signal und als einen Schritt in die richtige Richtung. Sie nehme eine berufliche Realität auf, die das Sozialversicherungssystem bisher nur ungenügend abbilde. Suisseculture ist der Dachverband der Organisationen der professionellen Kulturschaffenden der Schweiz und der schweizerischen Urheberrechtsgesellschaften.
Der Initiativtext hält fest: «Mit dieser Gesetzesänderung soll es möglich sein, das Einkommen von Kulturschaffenden, die mehrere Erwerbstätigkeiten – sowohl als Selbstständigerwerbende als auch als Angestellte – ausüben, pauschal als Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit zu betrachten.»
Die parlamentarische Initiative will der beruflichen Realität von Kulturschaffenden besser Rechnung tragen: Kulturschaffende arbeiten häufig gleichzeitig selbstständig und angestellt. Sie haben mehrere, oft wechselnde Erwerbstätigkeiten; das Verhältnis zwischen selbstständiger und unselbstständiger Arbeit kann sich teils von Monat zu Monat verändern. Diese Realität macht die sozialversicherungsrechtliche Einordnung und administrative Bearbeitung sehr komplex. Als Folge haben betroffene Kulturschaffende oft grosse Lücken in ihrer sozialen Absicherung.
Die ganze Stellungnahme:
https://www.suisseculture.ch/?article=das_parlament_will_kulturschaffende_besser_schuetzen
