Der «Fleischkäse» wird ersetzt
Der Erweiterungsbau des Zürcher Opernhauses muss einem Neubau weichen. Diesen Freitag startet der entsprechende Projektwettbewerb.

Es soll ein «prägender Neubau» werden, der das «Stadtbild und das Opernhaus aufwertet und weiterentwickelt». Dies halten die Verantwortlichen des Zürcher Opernhauses in einer am Freitag verbreiteten Medienmitteilung fest. Der bisherige Erweiterungsbau des Opernhauses, wegen seiner Farbe und Form meist «Fleischkäse» genannt, wird demnach ersetzt. Der Projektwettbewerb für den Neubau läuft diesen Freitag offiziell an.
Das Bauprojekt soll gemäss Mitteilung «die Zukunftsfähigkeit des Opernhauses über die nächsten 60 bis 90 Jahre» sicherstellen. Geplant sind unter anderem eine frei zugängliche Terrasse und ein «Open Foyer», ebenso eine neue Montagehalle, Anpassungen der Garderoben, eine Laborbühne sowie zusätzliche Probe- und Musikzimmer. Der Wettbewerb läuft so ab, dass aus allen Bewerbungen zunächst maximal 25 Teams ausgewählt werden. Danach kürt eine Jury unter dem Vorsitz des emeritierten ETH-Professors Vittorio Magnano Lampugnani in einem anonymisierten Verfahren das Siegerprojekt. Die Bekanntgabe des Siegerprojekts ist für Ende 2027 vorgesehen.
Das Projektteam geht von einer Bauzeit von vier bis sechs Jahren aus. In dieser Zeit wird der Spielbetrieb in eine Interimsspielstätte verlagert. Die Baukosten sind noch unbekannt, könnten gemäss Schätzungen aber bei einer halben Milliarde Franken liegen.
