Der Schweizerische Kirchengesangsbund erneuert sich
Der Schweizerische Kirchengesangsbund besteht seit 1896, er setzt sich die Förderung des kirchlichen Singens, insbesondere des gottesdienstlichen Chorgesangs zum Ziel. Der Verband organisiert jährlich wiederkehrende Veranstaltungen für Singende, Chorleitende und Chorvorstände.

Protokoll (zusammengefasst) der ordentlichen Abgeordnetenversammlung oder neu Mitgliederversammlung:
Unter der Leitung der amtierenden Vizepräsidentin Iris Klöti-Wülser wurden 11 Traktanden bearbeitet. Das Protokoll führte Aktuar Dietrich Jäger-Metzger. Das ausführliche Protokoll kann auf der Webseite des SKGB nachgelesen werden
(www.kirchengesangsbund.ch).
Hier werden nur die Beschlüsse wiedergegeben.
- Das Protokoll der schriftlich durchgeführten AV 2021 wird genehmigt.
- Der Zweijahresbericht des Präsidiums wird genehmigt und verdankt.
- Die Jahresrechnungen 2021 und 2022 werden genehmigt und dem Quästor und dem ZV Décharge erteilt.
Grösstes Traktandum ist die Diskussion und Inkraftsetzung der in wesentlichen Punkten angepassten Statuten des SKGB. Die Statuten werden insgesamt verschlankt und den aktuellen Entwicklungen angepasst. Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick:
- Die Rekurskommission wird abgeschafft.
- Die Revision wird durch die Rechnungsprüfung ersetzt.
- Einzelmitglieder und Ehrenmitglieder erhalten Stimmrecht.
- Abgeordneten-Versammlungen werden durch jährliche Mitgliederversammlungen ersetzt.
- Der Zentralvorstand heisst neu «Vorstand».
- Die Geschäftsstelle wird nicht mehr in den Statuten erwähnt.
- Iris Klöti-Wülser wird neu zur Präsidentin gewählt und Bettina Fierz Salzmann wird neu in den Vorstand gewählt. Martina Bissegger, Peter Hartmann und Edy Weber werden in die Rechnungsprüfungskommission gewählt.
- Das Tätigkeitsprogramm 2023-2024 wird vorgestellt und genehmigt.
- Annedore Neufeld und Albert Hartkamp, die beide seit der letzten AV aus dem ZV ausgeschieden sind, erhalten die Ehrenmitgliedschaft.
Im November 2022 konnten wir das 125 + 1 Jahre Jubiläum feiern im Grossmünster und im Kulturhaus Helferei Zürich. Vorstandsmitglied Pfr. Dietrich Jäger-Metzger hat in seiner Ansprache und mit den Texten innerhalb des Festgottesdienstes auch dem 100. Geburtstag von Kurt Marti gedacht. So hiess es zu Beginn in den Worten Kurt Martis:
das ende vom lied
die freunde sagten:
sing uns ein lied – ein neues lied – ein geistliches lied
und ich sang – ein neues lied
doch siehe: das lied – das ich sang
war das ende – vom geistlichen lied
Dazu hat der Dichter einmal selber geschrieben: «Hinter der Formulierung dieses Gedichts steckt die – allerdings verwegene, irgendwie messianische – Hoffnung, dass einmal die Grenzpfähle und -zäune zwischen Sakral und Profan durchbrochen werden können, oder von selbst fallen.
Vorläufig ist aber die Grenze noch da. Ich kann sie auch nicht abschaffen. Nur die Hoffnung auf ihre Abschaffung formulieren…» Die manchmal verstörenden, aber auch weckenden Worte Martis widerspiegeln in schöner Weise die Aufbruchstimmung, die im Verband zu spüren ist.
Fürs 2023 und 2024 stehen wieder Singtage, Singwochen und Stimmbildungstage auf dem Programm. Mit engagierten Mitarbeiter:innen und Mitwirkenden werden wir gemeinsam das SKGB-Schiff singend weiterentwickeln und durch die manchmal ruhige und manchmal beängstigend unruhige See steuern. Alles steht dabei ganz im Zeichen des gemeinsamen kirchlichen Singens – ob als Einzelne/r, Gemeinde, Vokalensemble, Chor oder Kantorei.
