80 Amateurmusiker mit FLOW im Festival-Zelt Gstaad

80 Amateurmusiker mit FLOW im Festival-Zelt Gstaad

Miriam Schild, 17.08.2016

Cette année, la semaine musicale Play@ Gstaad Menuhin Festival a connu un véritable succès : plus de 80 participants et un programme digne des plus grands — Dvorak, Rachmaninov et FLOW, de Martin Wettstein.

Miriam Schild — Ce 7 août, la grande tente du festival à Gstaad affichait presque complet. Beaucoup étaient venus — parfois de loin — assister au concert de clôture de l’orchestre du Play@ Gstaad Menuhin Festival.

Les musiciens eux aussi étaient nombreux : plus de 80 amateurs — un record ! — de toute la Suisse, pour certains même de l’étranger, sous la baguette du chef d’orchestre Kevin Griffiths.

L’orchestre s’est lancé avec joie et énergie dans deux œuvres célèbres : la 8e Symphonie de Dvorak et le très célèbre et très apprécié 2e Concerto pour piano de Rachmaninov. Le tout jeune soliste (17 ans) Damir Durmanovic, élève de la prestigieuse Menuhin School London, a soulevé l’enthousiasme par sa technique irréprochable, sa sensibilité et son audace.

Le meilleur était toutefois encore à venir : la première de FLOW, composée par Martin Wettstein en hommage au fondateur du festival Yehudi Menuhin (cf. encadré). A 46 ans, le compositeur suisse a démontré de manière incontestable que la musique contemporaine pouvait être accessible au public comme aux musiciens tout en restant novatrice et sophistiquée. FLOW intégrera bientôt la bibliothèque de la SFO et pourra ainsi être jouée par tous les orchestres membres.

> www.gstaadacademy.ch/de/play-at-erwachsene

> www.martinwettstein.net

Martin Wettstein — Das Orchesterwerk FLOW wurde im Auftrag des Gstaad Menuhin Festival & Academy und des Projektleiters der Play@ Amateurorchesterwoche Daniel Kellerhals komponiert und ist dem Gedenken Yehudi Menuhins gewidmet, anlässlich seines hundertsten Geburtstages.

Yehudi Menuhin (1916–1999) war einer der grössten Musiker seiner Generation. Sein Violinspiel faszinierte das Publikum durch seine vollkommene Natürlichkeit. Es schien von sämtlichen irdischen Zwängen befreit. Die Poesie strömte durch ihn hindurch, und die Zeit schien stehen zu bleiben.

Wenn ein Mensch es schafft, vollkommen mit sich im Reinen zu sein und mit seinem Wirken zu verschmelzen, erreicht er einen Zustand, der auch FLOW genannt wird. Denken, Empfinden und Handeln werden so zu einem grösseren Ganzen, das Ego schwindet, und sowohl für den Künstler als auch das Publikum entstehen unbeschreibliche Momente des Glücks.

Folgender Ausspruch Menuhins ist auch Leitbild meines Orchesterwerks: «Jeder Augenblick im Leben ist ein neuer Aufbruch, ein Ende und ein Anfang, ein Zusammenlauf der Fäden und ein Auseinandergehen.»

Zu Beginn meines Werkes hören wir so einen Faden, ein dünner, leicht pulsierender Klangfaden auf der obersten leeren Saite der Violinen. Dieser Faden beginnt dann auseinanderzufliessen und teilt sich in weitere Fäden auf.

Das Stück ist so etwas wie eine Abfolge verschiedener Yogaübungen, die aus dem berühmten Buch mit dem Titel Licht auf Yoga von Menuhins Freund Iyengar stammen: In mehreren Schüben, in mehreren Wellen baut sich Spannung auf, diese Spannung wird gehalten und löst sich dann in einem wunderbaren Gefühl der Entspannung. Das ist jeweils auch der Augenblick, wo so etwas wie ein musikalischer FLOW spürbar wird.

Gegen Ende des Stücks verbinden sich die Klänge wieder zu einem Klangfaden – einem Klangfaden mit zwei Enden: eines in der Vergangenheit und eines irgendwo in der Zukunft.

Miriam Schild — Die Publikumsränge im Festival-Zelt in Gstaad sind gut gefüllt am Sonntagmittag des 7. Augusts. Viele der Zuhörer sind eigens aus dem Unterland, aus Bern, Zürich, Basel und aus der West- und Ostschweiz angereist, um das Play@ Gstaad Menuhin Festival Amateurorchester auf der grossen Festivalbühne zu erleben.

Mehr als 80 Amateurmusikerinnen und Amateurmusiker aus der ganzen Schweiz und vereinzelt sogar aus dem nahen Ausland präsentierten ihr unter der Leitung von Dirigent Kevin Griffiths während einer Woche einstudiertes Konzertprogramm. Damit ist das Amateurorchester des Menuhin Festivals so gut besetzt wie noch nie; die in Kooperation mit dem EOV durchgeführte Kurswoche war ausgebucht.

Kraftvoll und mit viel Spielfreude bietet das Play@-Orchester Antonin Dvořáks populäre 8. Sinfonie in G-Dur sowie das ebenso bekannte und beliebte 2. Klavierkonzert von Sergei Rachmaninow dar – und erntet dafür euphorischen Applaus. Am Klavier verblüfft der erst 17-jährige Pianist Damir Durmanovic. Technisch exakt und energisch, aber doch differenziert spielt sich der Student an der Menuhin School London auch durch die waghalsigsten Rachmaninow-Passagen.

Höhepunkt des Konzerts ist jedoch die Uraufführung von Martin Wettsteins FLOW zu Ehren von Festivalgründer Yehudi Menuhin (vgl. Kasten). Der 46-jährige Schweizer Komponist demonstriert mit diesem Stück eindrücklich, dass zeitgenössische Musik durchaus leicht verständlich, für Amateurmusiker aufführbar und gleichzeitig innovativ und raffiniert sein kann. In Kürze wird FLOW in die EOV-Notenbibliothek aufgenommen werden und somit allen EOV-Orchestern zur Verfügung stehen.

> www.gstaadacademy.ch/de/play-at- erwachsene

> www.martinwettstein.net

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