L’orchestre de Brugg fête ses 200 ans

L’orchestre de Brugg fête ses 200 ans

15.11.2016

En 2017, l’orchestre de Brugg aura 200 ans. C’est l’une des plus anciennes formations de Suisse. A cette occasion, il organise l’AD de la SFO.

Traduction : Valérie Chauvinc — Dès le 18e siècle, des musiciens se réunissaient à Brugg – et dans d’autres villes d’Argovie – pour le plaisir de jouer ensemble. Il fallut cependant attendre la Révolution française et la fondation de la République helvétique pour voir apparaître les premières véritables associations. A Brugg, une « Musikgesellschaft » a vu le jour en 1817 ; l’association actuelle, qui lui a succédé, est ainsi l’une des plus anciennes de Suisse.

Les premières décennies ont été marquées par les désaccords, le manque de motivation et la régression des effectifs. Un nouveau départ a donc été pris en 1885 sous la direction de Carl Stiefel, et l’association a été rebaptisée « Orchesterverein ». Son champ d’action s’est élargi : deux à trois concerts par an, le bal des enfants, les fêtes de la jeunesse et diverses soirées de divertissement. Sans oublier la Journée des orchestres d’Argovie.

Après-guerre – période de vaches maigres pour l’orchestre comme pour toutes les associations –, l’orchestre a été placé sous la baguette d’Ernst Broechin, professeur à l’école de musique, chef de plusieurs chœurs et organiste à l’Eglise de la ville, mais aussi compositeur émérite de nombreux lieder (p. ex. Bruggerlied) et comédies musicales.

En 1952, Albert Barth a repris le poste. Grâce à lui, de nombreux jeunes – ses élèves pour l’essentiel – ont rejoint la formation, qui a ainsi connu un nouvel essor dont témoignent les inoubliables concerts donnés en collaboration avec le chœur de jeunes et avec le Cäcilienverein (chorales de Brugg et orchestre). Albert Barth étant brusquement décédé après son concert d’adieu en 1985, c’est Felix Forrer, professeur de violon et d’alto à l’école cantonale d’Aarau, qui a été choisi. En 2003, le premier violon Markus Joho (professeur de violon et chef d’orchestre à l’école de musique d’Aarau) a repris le «fauteuil» et étendu le répertoire.

Aujourd’hui, l’orchestre de cordes est formé de près de 40 musiciens amateurs, âgés de 24 à 84 ans. Il est célèbre pour sa fraîcheur et son esprit d’ouverture. A l’occasion de la Sérénade, son traditionnel concert d’été, il se produit avec des ensembles de toutes tendances musicales : groupes de musique irlandaise et de Klezmer, musiciens de jazz et de blues et même un groupe de rock. Le programme présente aussi souvent des œuvres rarement jouées de compositeurs suisses.

Le concert annuel de novembre dans l’église de la ville est en revanche entièrement dédié à la musique classique symphonique. Il est l’occasion pour les jeunes futurs solistes de la région de se forger une expérience supplémentaire.

L’anniversaire de la formation en 2017 sera fêté dignement : participation aux réjouissances de la ville de Brugg ; accueil, le 6 mai, de l’assemblée des délégués de la SFO – venez nombreux ! – concert avec le groupe Sugar and the Josephines dans la salle du campus FHNW, où le public sera invité à danser ; participation, le 21 mai, à la Journée des musées de Brugg et, les 17/18 novembre, grand concert anniversaire au Reisezentrum Eurobus, à Windisch, en commun avec la Stadtmusik Brugg.

L’Orchesterverein Brugg : quatre chefs en un siècle, quatre présidents seulement depuis 1964 et des musiciens membres depuis des dizaines d’années… quelle constance, quelle tradition ! A notre tour de les maintenir !

> www.orchesterverein-brugg.ch

Die nächste Delegiertenversammlung des EOV findet am Samstag, 6. Mai 2017 in Brugg statt. Anlässlich seines 200. Geburtstag lädt der Orchesterverein Brugg, der Gastgeber der DV, im Anschluss an die Versammlung zur Jubiläumsfeier. Auf dem Programm stehen unter anderem ein Orchesterkonzert und der Auftritt der Band Sugar and the Josephines. Die Einladungen zur DV werden im März verschickt werden.

La prochaine assemblée des délégués de la SFO aura lieu le samedi 6 mai 2017 à Brugg. L’orchestre de la ville, qui fête ses 200 ans, en sera l’hôte et invite toutes les personnes présentes à se joindre aux festivités : concert de l’orchestre et d’un band. Les convocations à l’AD seront envoyées en mars.

Bernadette Wiederkehr, Tilman Schildhauer — Schon im 18. Jahrhundert gab es in Brugg wie auch in den anderen Aargauer Städten Musiker, die sich zum gemeinsamen, geselligen Musizieren trafen. Aber erst nach dem Ende des Ancien régime, im Gefolge der französischen Revolution und der Helvetischen Republik, kam es zu regelrechten Vereinsgründungen. In Brugg wurde die Musikgesellschaft im Jahre 1817 gegründet; der daraus erwachsene Orchesterverein Brugg ist damit eines der ältesten, noch existierenden Orchester der Schweiz.

Die ersten 70 Jahre waren von Unstimmigkeiten, mangelndem Einsatz und Mitgliederschwund geprägt. 1885 wurde unter der Leitung von Carl Stiefel ein Neubeginn gewagt und man beschloss, den Verein unter dem bezeichnenderen Namen Orchesterverein wieder zu beleben. Nach weiteren Krisenjahren schien er sich nach der Jahrhundertwende zu erholen. Mit zwei bis drei Konzerten, der Mitwirkung am Kinderball, Jugendfest und Unterhaltungsabend, der Veranstaltung des Orchesterabends sowie der Teilnahme am Aargauischen Orchestertag fand der Verein alljährlich ein reiches Betätigungsfeld. Während und nach den Kriegsjahren hatte er dann allerdings Durststrecken zu über- stehen.

In den nächsten dreieinhalb Jahrzehnten wurde der Orchesterverein von Ernst Broechin dirigiert, der nicht nur Musiklehrer an der Bezirksschule, Leiter mehrerer Chöre und Organist der Stadtkirche, sondern auch Komponist unzähliger Lieder (z.B. des Bruggerlieds) und Singspiele war.

Auftritte mit lokalen Chören

1952 wurde Albert Barth zum neuen Leiter gewählt. Als Musik- und Instrumentallehrer kam er mit vielen jungen Streichern und Streicherinnen in Kontakt und konnte sie für «sein» Orchester gewinnen. Durch das Engagement dieses jungen Dirigenten erlebte der Verein einen regelrechten Aufschwung. Unvergessen bleiben all die Konzerte unter Mitwirkung seines Jugendchores. Auch der Cäcilienverein, bestehend aus den Brugger Gesangsvereinen und dem Orchesterverein, wurde aus seinem Dornröschenschlaf geweckt, und es fanden wieder vermehrt grosse Aufführungen von Messen und Oratorien statt. Nach seinem plötzlichen Tod nach seinem Abschiedskonzert im Jahre 1985 wurde Felix Forrer, Lehrer für Violine, Viola und Orchester an der Alten Kantonsschule Aarau, neuer Dirigent. Während 17 Jahren führte er die Arbeit von Barth, aber fokussiert auf das Orchester, weiter.

Im Jahr 2003 hat der langjährige Konzertmeister, Markus Joho, Violinlehrer und Orchesterleiter an der Musikschule Aarau, das Dirigentenamt übernommen. Unter seiner Leitung wurde das Repertoire weiter geöffnet. Heute besteht das Amateur-Streichorchester aus nahezu 40 Mitgliedern zwischen 24- und 84 Jahren bei einem Durschschnittsalter von 50 Jahren. Der Orchesterverein Brugg ist als junggebliebener Verein bekannt, welcher gerne Konzerte mit Ensembles aller Musikrichtungen realisiert. Insbesondere die Serenade, das traditionelle Konzert im Frühsommer, wird immer wieder für gemeinsame Auftritte mit Ensembles ausserhalb der klassischen Musik genutzt, zum Beispiel mit Volksmusikern, irischen und Klezmer-Ensembles, Jazzern, Blues-Musikern und einer Rockband. Aber auch Werke selten gespielter Schweizer Komponisten sind in den Konzertprogrammen anzutreffen. Das Novemberkonzert in der Stadtkirche bleibt hingegen meist den klassisch-symphonischen Werken vorbehalten und bietet auch gerne ein Podium für junge Nachwuchs-Solisten aus der Region. Dazu kommen gemeinsame Konzerte mit der Stadtmusik Brugg, der Musikschule oder mit verschiedenen Brugger Chören.

Vielfältige Aktivitäten im Jubiläumsjahr

Das Jubiläumsjahr 2017 wird mit einer Reihe besonderer Anlässe gefeiert: Zum Jahresauftakt umrahmt das Orchester die traditionelle Neujahrsfeier der Stadt Brugg. Am 6. Mai 2017 ist der 200-jährige Orchesterverein Gastgeber der Delegiertenversammlung des EOV. Den Delegierten wird ein abwechslungsreiches Programm geboten und man hofft natürlich auf eine rege Beteiligung. So wird gemeinsam mit der Band Sugar and the Josephines im Campussaal der FHNW musiziert und im Anschluss an dieses Konzert werden die Besucher eingeladen, zu den beschwingten Klängen der Band das Tanzbein zu schwingen oder einfach die Musik zu geniessen. Am 21. Mai wird der Museumstag im Brugger Stadtmuseum musikalisch umrahmt und am 17. und 18. November folgt dann im Reisezentrum Eurobus in Windisch das grosse Jubiläumskonzert zusammen mit der Stadtmusik Brugg. Die Zuhörer erwartet ein Konzertprogramm mit vielen Höhepunkten!

Nur vier Dirigenten in den letzten hundert Jahren und vier Präsidenten seit 1964 sowie viele jahrzehntelange Vereinsmitgliedschaften zeugen von der hohen Kontinuität des Orchestervereins Brugg; es bleibt eine Aufgabe, diese Tradition auch weiterhin lebendig zu erhalten!

> www.orchesterverein-brugg.ch

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