Als Orchestersektion eines Sportvereins gegründet

Als Orchestersektion eines Sportvereins gegründet

01.11.2018

Das Berner Konzertorchester feiert dieses Jahr seinen 70. Geburtstag. Die Orches-termitglieder sind motiviert wie eh und je: Die einzelnen Register treffen sich auch mal zu einer privaten Extra-Probe.

Markus Schenker — Die Ursprünge des Berner Konzertorchesters liegen erstaunlicherweise im Sportbereich: Das Orchester wurde in der Nachkriegszeit vor 70 Jahren als Orchestersektion des Turnvereins Länggasse Bern geschaffen.

Mittlerweile ist das Berner Konzertorchester als eigenständiger Verein organisiert. Der Vorstand führt das Orchester und wird von einer Musikkommission unterstützt, die für die Auswahl der zu spielenden Werke verantwortlich ist. Die Mitspielenden wünschen sich einerseits, auch «grosse» Werke der Musikgeschichte einstudieren zu können, es wird aber immer auch darauf geachtet, dass die gespielten Werke in der Reichweite von Amateuren liegen.

Berufstätige, Studierende und Pensionierte vereint

Auch wenn man statutarisch als Ve-rein organisiert ist – von «Vereinsmeierei» ist in diesem Orchester nichts zu spüren. Fragt man die Musikerinnen und Musiker nach ihren Beweggründen, im Orchester mitzuspielen, so stehen die Freude an der Musik, das gemeinsame Musizieren und die vielen persönlichen Beziehungen klar im Vordergrund. Ob man mitten im Berufsleben oder noch in der Ausbildung steht oder das Arbeitsleben bereits hinter sich gelassen hat – das gemeinsame Erarbeiten auch anspruchsvoller Werke schweisst das Orchester zusammen. Der Wille, gemeinsam zu musizieren, zeigt sich auch darin, dass einzelne Register sich je nach Werk auch mal zu einer «privaten» Probe ausserhalb des Orchesterbetriebs zusammenfinden oder dass Mitspielende auch mal in Kammermusikensembles zusammen musizieren.

Beethovens 5. zum Jubiläum

Wie behauptet man sich als reines Amateurorchester – nur der Dirigent Ingo Becker und die Konzertmeisterin Elisabeth Becker-Grimm sind Profis – in einer Kulturlandschaft wie der Stadt Bern, in der das Angebot an klassischer Musik reich und vielfältig ist? Das Orchester, das in diesem Jahr sein 70-jähriges Jubiläum feiert, kann immer wieder interessante Konzertprogramme präsentieren. Auch die Solisten – junge Talente, aber auch arrivierte Musiker aus der Region – bereichern die Programme des Berner Konzertorchesters immer wieder von neuem. Einen Höhepunkt in diesem Jahr bilden die Jubiläumskonzerte im November mit der Ouvertüre Ruslan und Ludmilla von Mikhail Glinka, dem 1. Klavierkonzert von Peter Tschajkowski (Solist: Simon Bucher) und der 5. Sinfonie von Ludwig van Beethoven.

Das Berner Konzertorchester ist mit 70 Jahren zwar längst im Pensionsalter, strahlt aber weiterhin Spielfreude und jugendliche Frische aus. Man darf auf die nächsten 70 Jahre gespannt sein.

Die nächsten Konzerte des Berner Konzertorchesters finden am 17., 18. und 25. November in Interlaken, Bern und Biel statt.

> www.bernerkonzertorchester.ch

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