Schweizerischer Jugendmusikwettbewerb 2018Welcome  Helena Maffli!

Schweizerischer Jugendmusikwettbewerb 2018Welcome Helena Maffli!

06.02.2018

In Zürich, wo sie an der Sitzung des Stiftungsrats teilnahm, trafen wir Helena Maffli, ab diesem Jahr neue Präsidentin des Stiftungsrates des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbs.

 

Hans-Ulrich Munzinger — «Ja, ich verlasse soeben mein Zimmer, eine Minute, dann bin ich bei dir!» - Wir hatten exakt auf diese Zeit abgemacht: «Liebe Helena, lass dir zwei Minuten, ich habe Zeit!» Es waren dann dreissig Sekunden, da stand sie vor mir: Helena Maffli, und ich dachte fürs erste: Präzision und Effizienz, so kenne ich sie.

Präsidentin der EMU

Im Mai geht ihr jetziges Amt zu Ende, die Präsidentschaft der Europäischen Musikschul-Union. Sitz der EMU war früher einmal die Schweiz - heute, der Euro-Gelder wegen, ist es Deutschland – und mit Armin Brenner stellte die Schweiz zeitweise den EMU-Präsidenten. Helena Maffli, die aktuelle Präsidentin, ist ursprünglich Finnin, aber durch ihre Arbeit in Lausanne mit der Schweiz eng verbunden. 2005 trat sie dem EMU-Vorstand bei, seit 2011 ist sie die Präsidentin. Ihr Hauptwohnsitz blieb die Romandie, aber in Berlin hat sie sich eine Wohnung genommen. 26 Mitgliedländer: Das bedeutet Aufenthalte in Berlin, Reisen, Arbeit auf Distanz. Dies war möglich, weil die EMU die Mitgliederländer in ein Netz von 4 grossen regionalen Gruppen zusammengefasst hat, so dass besser organisiertes und realistischeres Arbeiten möglich wurde. Sie erzählt vom Europäischen Jugendmusikfestival, letztes Jahr in San Sebastian, dieses Jahr in den Niederlanden: über 6000 Teilnehmende machten die grosse Vielfalt sichtbar hinsichtlich Länder, Stile, Kulturen, Musik. Voilà, dachte ich, Helena Maffli: Begeisterung, Freude, Emotion.

Lehrerin, Leiterin, Kulturpolitikerin

Geboren in Finnland, ausgebildet unter anderem in den USA, tätig in Lausanne als Lehrerin für Klavier, als Fachdidaktikerin, als Leiterin schliesslich des Conservatoire. Pianistin, Kammermusikerin, bestens vernetzte Kulturpolitikerin mit Ämtern und Aufgaben, zum Beispiel im Europäischen Musikrat und in der Stiftung, die das Musikschulgesetz des Kantons Waadt umsetzt. Und seit diesem Jahr: Präsidentin des SJMW. Die Zusammenarbeit mit dem SJMW hatte begonnen, als sie einen Wettbewerb in Lausanne organisierte, «mit grösster Freude». Sie setzte sich in der Fachkommission fort und schloss auch die Arbeit in den Jurys ein. Voilà, denke ich: Vielfalt, Engagement, Eignung für so manches, und alles stets mit Präzision und auf hohem Niveau. Und ganz ohne Dünkel. Die Schweiz versteht Helena Maffli als eine Art Mini-Europa; sie fühle sich beim SJMW, wie damals bei der EMU, «wie ein Fisch im Wasser». Ihr Traumberuf einst war Diplomatin! Voilà, denke ich: Helena ist angekommen! Den Fluss der Musik in die richtige Richtung lenken, nennt sie als Ziel ihrer Arbeit, und weiter: gemeinsam in die Zukunft gehen, die Zeichen der Zeit erkennen. Der SJMW: eine Erfolgsgeschichte. Einzig die Schweiz, Deutschland und Österreich hätten in Europa diese grossen Wettbewerbe. Ein wichtiger Baustein im Ganzen sei der SJMW, und sie hoffe, dass der Schweizerische Musikartikel vom Bund gut umgesetzt werde. Die Zusammenarbeit mit den Verbänden empfindet sie als optimal, ebenso die Zusammensetzung der Gremien im SJMW. «Keinen Moment musste ich zögern, die Aufgabe im SJMW anzunehmen!» Helena Maffli: engagiert, realistisch, zupackend.

La nouvelle position

Elle ne vient pas pour tout changer, ce n’est pas sa méthode. «Je m’intégrerai à l’équipe, observerai la situation et échangerai avec tous les acteurs. Les impulsions vont déjà venir!» Elle voit du potentiel dans une mise en réseau avec d’autres concours européens pour la jeunesse, surtout via l’EMCY (European Union for Music Competition for Youth). «En Suisse comme dans les autres pays, la réflexion est en cours pour renouveler et élargir les concours musicaux. Les changements sociaux amènent les mêmes expériences et questionnements.» Nous changeons de sujet pour échanger sur le travail des jurys. «On apprend énormément en étant membre du jury. Le travail y est à la fois enrichissant et astreignant et comporte une grande responsabilité». Puis tout est relatif... avec le sourire, Helena rajoute: «Avec l’expérience, on voit bien qu’il y a de nombreuses vérités et non seulement une ou deux...» Ses nombreux voyages lui ont sans aucun doute donné raison. «Le concours doit rester une expérience positive. Chaque pays a besoin d’une concurrence saine et d’une élite. Dans une formation artistique, il doit être permis de rêver et de toucher les étoiles!» Quelle belle phrase!

Musik und viele Sprachen

Das Internationale hat Helena Maffli im Blut, - sie spricht finnisch, deutsch, französisch, englisch, schwedisch; zudem etwas italienisch und russisch - aber auch die Passion, dass es an einem bestimmten Ort so und nicht anders stattfinden soll. Heute pflegt sie wieder vermehrt ihr Klavierspiel. Begeistert erzählt sie, wie viel ihr das Lied und die Liedbegleitung geben. Der Atem, die wundervollen Texte, Wort für Wort, Ton für Ton, und die Arbeit mit einer Kammermusikpartnerin. Lieder von Jean Sibelius stehen auf dem Programm - ob es damit ein Comeback im Konzert geben wird? «Wir werden uns die Zeit nehmen, die es braucht», hatte sie gesagt, als wir uns für das Gespräch verabredeten. Auch dies ein typischer Satz: Helena Maffli – gut organisiert, souverän. Sie habe grösstes Vertrauen in die Kommissionen und die Organisation, sagt sie zum Abschied. In der Schweiz seien wir zwar recht verschieden, aber: «Wir arbeiten sehr gut zusammen.» Helena, diesen Satz musst du uns noch auf Finnisch sagen! Voilà: «Sveitsi on monimuotoinen maa, mutta täällä osataan tehdä erinomaista yhteistyötä».

Schweizerischer Jugendmusikwettbewerb

Präsidentin
Helena Maffli

Fachkommission Klassik
Katharina Gohl Moser

Fachkommission Jazz&Pop
Bernhard Ley

Geschäftsführerin
Valérie Probst

Stiftung Schweizerischer Jugendmusikwettbewerb (SJMW)
Geschäftsstelle
Tössertobelstrasse 1
8400 Winterthur
T 071 245 15 00
info@sjmw.ch
www.sjmw.ch

 

 

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