Die MedRen 2019 in Basel

Die MedRen 2019 in Basel

26.06.2019

Vom 3. bis zum 6. Juli 2019 versammeln sich über 350 Forscherinnen und Forscher aus der ganzen Welt in Basel, um aktuelle Forschungsfragen zur Musik des Mittelalters und der Renaissance zu diskutieren. Es handelt sich um die weltweit grösste Konferenz mit diesem Schwerpunkt.

Martin Kirnbauer — Seit fast einem halben Jahrhundert versammelt sich die musikalische Mittelalter- und Renaissance-Forschung jährlich zu einer Tagung. Traf man sich anfangs stets auf den britischen Inseln, findet die Konferenz seit einigen Jahren alternierend auch auf dem Kontinent statt. Dieses Jahr wurde sie erstmals in die Schweiz vergeben: Die «47th Medieval and Renaissance Music Conference» ist vom 3. bis 6. Juli 2019 auf dem Campus der Musik-Akademie Basel zu Gast (medren2019basel.com). Über 350 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler treffen sich in Basel. Als Referenz vor dem Standort Basel und seiner langen Tradition mit Alter Musik – sei es an der Universität, sei es an der Schola Cantorum Basiliensis / FHNW – sind als besondere Themenschwerpunkte auch die Historische Musikpraxis, Organologie sowie Visualisierungsformen von Musik (Notation, Ikonographie) ausgewählt worden. In fünf, teilweise sogar sechs parallelen Sessions werden mit einem straffen Zeitmanagement rund 290 Vorträge und Präsentationen zu erleben sein. Einen Einblick in die grosse Vielfalt der Themen gibt das auf der Website medren2019basel.com bereits einsehbare Tagungsprogramm.

Highlights

Besonders hingewiesen sei auf ein Roundtable zu einem grossformatigen Gemälde des 16. Jahrhunderts mit einer Vielzahl an Musikdarstellungen («Der Castalische Brunnen»). Dieses Bild steht im Zentrum einer aktuellen Ausstellung im Basler Musikmuseum, die anlässlich der MedRen 2019 im Rahmen einer gemeinsamen Lehrveranstaltung des Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Basel und der Schola Cantorum Basiliensis / FHNW erarbeitet wurde («Klangbilder – Basler Musikalien des 16. Jahrhunderts», 24. Mai 2019 bis 2. Februar 2020). Neben dem Gemälde sind in der Ausstellung die einzigartigen Bestände an Musiknoten und -drucken des späten 15. und 16. Jahrhunderts aus der Basler Universitätsbibliothek zu sehen, welche einen spannenden Blick in die europäische Musikkultur dieser Zeit ermöglichen. Dabei handelt es sich vor allem um Dokumente des frühen Notendrucks, des Musikunterrichts und des privaten Musizierens.

Praktische Musikforschung

Nicht zuletzt dank dem Veranstaltungsort wird auch viel Musik zu hören sein, meist eingebunden in die Tagungsbeiträge – Musikforschung kann im wissenschaftlichen Diskurs wie in einer musikalischen Auseinandersetzung stattfinden, soweit diese reflektiert und quellengestützt orientiert ist. Als öffentliches Konzert gibt es ein Programm mit Musik eines spätmittelalterlichen polnischen Komponisten zu hören, das von zwei ganz verschieden orientierten Musikensembles interpretiert wird («Petrus Wilhelmi de Grudencz: Contrasting Visions of the Past» durch das Warschauer Ensemble «Bastarda» und dem in Basel ansässigen Ensemble «La Morra»). Dieses Konzert bildet den Abschluss eines europäischen Forschungsprojektes «Sound Memories: The Musical Past in Late-Medieval and Early Modern Europe» (www.soundme.eu).

Praktisches

Organisiert wird die Konferenz von einem privaten Organisationskomitee (Dr. Agnese Pavanello, Schola Cantorum Basiliensis / FHNW; Prof. Dr. Martin Kirnbauer, Schola Cantorum Basiliensis / FHNW: Michèle Kinkelin, Universität Basel; JProf. Dr. Irene Holzer, Universität Hamburg), unterstützt von einer Vielzahl von Schweizer Institutionen und Stiftungen (darunter die Basler Ortsgruppe der Schweizerischen Musikforschenden Gesellschaft, der Schweizerischen Akademie für Geisteswissenschaften, dem Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Basel, der Schola Cantorum Basiliensis / FHNW).

Die Konferenz ist öffentlich, alle Teilnehmenden sind aber aufgefordert, sich über die Website zu registrieren und den geringen Tagungsbeitrag zu entrichten.

MedRen 2019 in Basel

«47th Medieval and Renaissance Music Conference»

3.– 6. Juli 2019

Campus der Musik-Akademie Basel

medren2019basel.com

VERANSTALTUNGEN / CONFÉRENCES

DIE SMG IM ÜBERBLICK

ZENTRALPRÄSIDIUM / PRÉSIDENCE CENTRALE
Prof. Dr. Cristina Urchueguía
Institut für Musikwissenschaft der Universität Bern
Mittelstrasse 43, 3012 Bern
+41 (0)31 631 83 96
cristina urchueguia (at) musik unibe ch

SEKTIONEN / SÉCTIONS
Basel: PD Dr. Martin Kirnbauer
Schweizerische Musikforschende Gesellschaft
Ortsgruppe Basel, 4000 Basel
Berne: Prof. Dr. Cristina Urchueguía
Institut für Musikwissenschaft
Mittelstrasse 43, 3012 Bern
Luzern: Prof. Dr. Felix Diergarten
Obfalken 60, 6030 Ebikon
St. Gallen/Zürich: Dr. Michael Meyer, Musikwissenschaftliches Institut,
Florhofgasse 11, 8001 Zürich
Suisse romande: PD Dr. Ulrich Mosch, Université de Genève, Faculté des Lettres, Uni Bastions, rue De-Candolle 5, 1211 Genève 4
Svizzera italiana: Carlo Piccardi, 6914 Carona
Zürich: Prof. Dr. Dominik Sackmann 
Zürcher Hochschule der Künste
Pfingstweidstrasse 96, 8031 Zürich

 

 

GESCHÄFTSSTELLE /SÉCRETARIAT
Benedict Zemp, MA
Institut für Musikwissenschaft
Mittelstrasse 43, 3012 Bern
+41 (0)31 631 50 34, info (at) smg-ssm ch

INTERNET
www.smg-ssm.ch