Neue Leiterin der SMG Geschäftsstelle

Neue Leiterin der SMG Geschäftsstelle

24.02.2021

Nach 8 Jahren verlässt der Luzerner Benedict Zemp die SMG Geschäftsstelle und übergibt die Geschäftsführung an die Musikwissenschaftlerin Helen Gebhart aus Basel, die im vergangenen Dezember ihr Masterstudium an der Universität Basel abgeschlossen hat.

Helen Gebhart, Benedict Zemp — Im Rahmen der Einführung in die Tätigkeiten der SMG haben sich die beiden zu einem Gespräch getroffen und haben sich über das spannende Aufgabengebiet, tolle Erlebnisse sowie künftige Projekte rund um die Schweizerische Musikforschende Gesellschaft ausgetauscht.

Herzlich willkommen liebe Helen! Auf welche Aufgaben als Leiterin der SMG Geschäftsstelle freust du dich am meisten?

Die Vielfalt der Aufgaben bei der SMG Geschäftsstelle hat mich sofort angesprochen und war mit ein Grund, wieso ich diese Stelle gerne haben wollte. Besonders freue ich mich auch auf die Mitarbeit beim Schweizer Jahrbuch für Musikwissenschaft mit den neuen Herausgeberinnen und auf die Organisation von Vereinsveranstaltungen.

Benedict, wie lange warst du für die SMG tätig und was hast du an deiner Tätigkeit besonders geschätzt?

Ich habe meine Tätigkeit als Geschäftsführer bei der SMG im Januar 2013 aufgenommen. Den Kontakt mit unterschiedlichen Leuten habe ich während diesen gut 8 Jahren besonders geschätzt. Die Zusammenarbeit mit renommierten Wissenschaftlern, Studierenden, Musikerinnen und Musikern sowie Musikinteressierten aus allen Sprachregionen der Schweiz hat mir viel Freude bereitet und ich habe versucht, über die Tätigkeiten und Kommunikationskanäle der SMG eine Austauschplattform zu bieten, die zur Vernetzung verschiedener Anspruchsgruppen beiträgt.

Helen, mit welchen Themen der Musikwissenschaft hast du dich bisher schwerpunktmässig befasst?

Im ersten Teil meines Studiums habe ich mich fast ausschliesslich mit der Alten Musik beschäftigt und mich sehr viel mit Claudio Monteverdi, Cipriano de Rore, Palestrina und generell mit geistlicher Musik des 16. und 17. Jahrhunderts auseinandergesetzt. Während meines Masterstudiums habe ich dann die Richtung ein bisschen gewechselt und weitere Themen für mich entdeckt, wie das Musiktheater von Kurt Weill und die Werke von Hanns Eisler. Meine Masterarbeit habe ich dann zu Viktor Ullmann und seinen Kompositionen im Kontext der «Entarteten Musik» geschrieben, ein Thema, das ich äusserst eindrücklich fand.

Benedict, was war ein besonderes Ereignis oder ein schönes Erlebnis während deiner Zeit bei der SMG?

Mir kommen spontan zwei Erlebnisse in den Sinn: Einerseits die Tagung in Lugano im Sommer 2015 zum 100-jährigen Jubiläum der SMG, die mit spannenden Vorträgen und einem hochwertigen Rahmenprogramm ausgestaltet wurde. Anderseits das Symposium: 1. Studientag der SMG in Bern vom September 2020, ein neues Format zur Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses, welches die Geschäftsstelle organisierte und sehr grossen Anklang fand.

Helen, was sind deiner Ansicht nach die Chancen und Möglichkeiten von wissenschaftlichen Verbänden und Vereinen wie der SMG?

Ich sehe die Chancen von wissenschaftlichen Verbänden hauptsächlich bei der Vernetzung, da halte ich den neuen Studientag für eine schöne Möglichkeit. Auch können solche Vereine als Ideenschmieden für neue Projekte agieren und sich untereinander darüber austauschen, wie die (musikwissenschaftliche) Forschung in der Schweiz weiter gefördert werden kann.

Benedict, wo zieht es dich beruflich nun hin und was kannst du dafür von deiner Arbeit für die SMG mitnehmen?

Nebst meiner Tätigkeit bei der SMG habe ich bereits seit 6 Jahren ein weiteres Standbein in der Bildungsverwaltung. Konkret arbeite ich beim Amt für Volks- und Mittelschulen des Kantons Obwalden. Das Schaffen von guten Rahmenbedingungen für die Volksschul- und Gymnasialbildung gehört dabei zu meinen Hauptaufgaben. Die Erfahrungen im Umgang mit unterschiedlichen Anspruchsgruppen, welche ich bei der SMG gesammelt habe, sind nun sehr wertvoll für diese Tätigkeit. Zudem ist mein wissenschaftlicher Methodenkoffer, wozu unter anderem eine analytische und strukturierte Arbeitsweise gehören, für meine Arbeit auf der Verwaltung weiterhin sehr hilfreich.

Im Jubiläumsjahr 2021 blickt die Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW) in die Kristallkugel und wagt einen Blick in die Zukunft der Geistes- und Sozialwissenschaften. «Was trägt Ihre Disziplin zu einer besseren Welt 2030 bei?», wurde die Musikwissenschaftlerin Cristina Urchueguía im Rahmen eines Videobeitrags gefragt.

VERANSTALTUNGEN / CONFÉRENCES

DIE SMG IM ÜBERBLICK

ZENTRALPRÄSIDIUM / PRÉSIDENCE CENTRALE
Prof. Dr. Cristina Urchueguía
Institut für Musikwissenschaft der Universität Bern
Mittelstrasse 43, 3012 Bern
+41 (0)31 631 83 96
cristina urchueguia (at) musik unibe ch

SEKTIONEN / SÉCTIONS
Basel: PD Dr. Martin Kirnbauer
Schweizerische Musikforschende Gesellschaft
Ortsgruppe Basel, 4000 Basel
Berne: Prof. Dr. Cristina Urchueguía
Institut für Musikwissenschaft
Mittelstrasse 43, 3012 Bern
Luzern: Prof. Dr. Felix Diergarten
Obfalken 60, 6030 Ebikon
St. Gallen/Zürich: Dr. Michael Meyer, Musikwissenschaftliches Institut,
Florhofgasse 11, 8001 Zürich
Suisse romande: PD Dr. Ulrich Mosch, Université de Genève, Faculté des Lettres, Uni Bastions, rue De-Candolle 5, 1211 Genève 4
Svizzera italiana: Carlo Piccardi, 6914 Carona
Zürich: Prof. Dr. Dominik Sackmann 
Zürcher Hochschule der Künste
Pfingstweidstrasse 96, 8031 Zürich

 

 

GESCHÄFTSSTELLE /SÉCRETARIAT
Helen Gebhart, MA
Institut für Musikwissenschaft
Mittelstrasse 43, 3012 Bern
+41 (0)31 631 84 35, info (at) smg-ssm ch

INTERNET
www.smg-ssm.ch