SMPV als 
Berufsverband 
akzentuiert


SMPV als 
Berufsverband 
akzentuiert


Lucas Bennett , 03.12.2014

Am 8. und 9. November fand in Bern die Präsidialkonferenz des SMPV statt. Im 
Mittelpunkt stand die 
Diskussion und Weiterbearbeitung der Ergebnisse der 
Arbeitsgruppen zur zukünftigen Ausrichtung des SMPV. 


Das eigentliche Kernthema der diesjährigen Präsidialkonferenz war die Diskussion der Aussagen der beiden Arbeitsgruppen zur zukünftigen Ausrichtung des SMPV, sowie zur Kommunikation und Mitgliedergewinnung, die diesen Herbst tagten (vgl. SMZ 7/8 2014). Am Ende einer dichten, konstruktiv geführten Diskussion einigte sich die Konferenz auf eine Reihe von Aussagen, die in den kommenden Monaten weiterbearbeitet und konkretisiert werden sollen.


Qualitätsmanagement und Zusammenarbeit mit Verbänden


Die Aussage mit den weitreichendsten Konsequenzen dürfte die angestrebte klare Ausrichtung des SMPV als Berufsverband sein, welche die Konferenz bejahte. Sie stimmte ausserdem der Aussage zu, dass sich der SMPV als Verband sowohl für privat Unterrichtende als auch Angestellte positionieren soll.


Ein Novum wäre die befürwortete Einführung eines Qualitätsmanagement-Systems beim SMPV, welches als Instrument für den Privatunterricht dienen würde. Die Konferenz sprach sich dafür aus, das Anliegen als Teilprojekt weiter zu bearbeiten und dabei «die verschiedenen kulturellen und pädagogischen Gegebenheiten zu beachten.»


Betreffend die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden gab einmal mehr die Mitgliedschaft des SMPV beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB) viel zu diskutieren, wobei bald klar wurde, dass das Thema einer differenzierten Auslegeordnung bedarf und nicht nur über die Kostenseite zu beurteilen ist. Der Zentralvorstand wurde in diesem Sinne beauftragt, sämtliche Optionen inklusive einer Neuverhandlung der Mitgliedschaftsbedingungen zu prüfen.


Kommunikation und Mitgliederwesen


Zur Kenntnis genommen wurden ausserdem die Aussagen zu den Bereichen Kommunikation und Mitgliederwesen: Zum einen soll sich die Berichterstattung in den publizistischen Gefässen des SMPV in Zukunft vermehrt auch lokalen Themen rund um die Arbeitsbedingungen von Musiklehrpersonen widmen. Dazu prädestiniert wäre insbesondere der in Planung befindliche regelmässige Newsletter, der ein flexibleres Instrument wäre als etwa das SMPV-Fenster in der SMZ. Weiter soll der Verband sich bei der Mitgliedergewinnung vermehrt um die jüngeren Kolleginnen und Kollegen bemühen und insbesondere mit Informationsveranstaltungen an den Musikhochschulen auf den Berufsverband aufmerksam machen. Zentral bleibt die Weiterentwicklung der Privatunterrichtsplattform im Internet, deren Erscheinungsbild und Nutzerfreundlichkeit weiter entwickelt werden sollen. Diese Anliegen werden vom Zentralvorstand bereits bearbeitet (vgl. SMZ 9/2014), erhalten aber durch die Voten der Arbeitsgruppen und der Präsidialkonferenz zusätzliches Gewicht.


In einem weiteren Schritt werden nun die Aussagen der Arbeitsgruppen an die Sektionen des SMPV weitergeleitet, welche dazu bis zum 20. Februar 2015 Stellung nehmen können. Der Zentralvorstand wird danach konkrete Anträge an die Delegiertenversammlung 2015 ausarbeiten.


Die nächste Präsidialkonferenz findet am 14. 11. 2014 in Basel statt.