Ein Netzwerk für den Musikunterricht


Ein Netzwerk für den Musikunterricht


Lucas Bennett , 23.03.2016

Privater Musikunterricht kann viele Vorteile bieten. Entscheidend ist die fachliche Qualität. Der Schweizerische Musikpädagogische Verband als grösstes Netzwerk der professionellen Musikpädagoginnen und -pädagogen in der Schweiz gewährleistet diese und bietet seinen Mitgliedern zahlreiche ergänzende Dienstleistungen 


Der private Musikunterricht ist ein wichtiger Bestandteil der musikalischen Bildungslandschaft der Schweiz. Es gibt viele Gründe, die dafür sprechen können, privaten Musikunterricht zu besuchen: lange Wartelisten an Musikschulen, der Wunsch, bei einer bestimmten Lehrperson den Unterricht zu besuchen, oder das Fehlen einer Musikschule vor Ort. Gerade auch für Erwachsene bietet sich der Privatunterricht nicht selten als bevorzugte Alternative an.


Der SMPV als Vereinigung der Musiklehrpersonen in der Schweiz bietet seinen Mitgliedern eine Sichtbarkeit im Internet (die aktuell noch wesentlich ausgebaut wird) sowie ein Paket an Dienstleistungen und Versicherungen, die gerade für ganz oder teilweise freischaffende Musiklehrpersonen eine wesentliche Unterstützung darstellen können. 


Pädagogisch qualifizierte Lehrpersonen – alle profitieren


Im Unterscheid zu etlichen privaten Vermitteln bieten beim SMPV über seine Onlineplattform und über die Verzeichnisse der Sektionen ausschliesslich diplomierte, musikpädagogisch qualifizierte Lehrpersonen Musikunterricht an. Davon profitieren die Lehrpersonen sowie die Schülerinnen und Schüler gleichermassen. Schülerinnen und Schüler, respektive deren Eltern, haben von Anfang an die Gewähr, kompetent beraten und unterrichtet zu werden. Die Lehrpersonen sind durch ihre Mitgliedschaft beim SMPV Teil eines Netzwerkes von Kolleginnen und Kollegen, die nicht nebenher oder gezwungenermassen unterrichten, sondern professionelle Pädagoginnen und Pädagogen sind.


Ein Rahmen für den privaten 

Unterricht


Die direkte Vergleichbarkeit der Unterrichtstarife von Lehrpersonen bei zahlreichen kommerziellen Anbietern im Internet mag heutigen Gewohnheiten entgegenkommen (Preisvergleichsportale etc.). Für den Privatunterricht entsteht dadurch aber die Gefahr eines steten Preisdrucks, der nicht nur direkte Einbussen für die Lehrpersonen bedeutet, sondern sich längerfristig auch negativ auf das Image des privaten Musikunterrichts und die Wertschätzung eines hochqualifizierten Berufsstandes auswirkt. Die Tarifempfehlungen des SMPV geben hier eine realistische Orientierungs- und Argumentationshilfe, welche auch Faktoren wie regionale Bedingungen, Kosten für Instrumente und deren Pflege, Sozialkosten usw. berücksichtigt. Im Unterschied zu kommerziellen Anbietern verlangt der SMPV von seinen Mitgliedern auch keine Vermittlungsgebühr, wenn ein Unterrichtsverhältnis zu Stande kommt.


Über lange Zeit freiberuflich tätige Musiklehrpersonen sind mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert. Das wirtschaftliche Risiko ist erheblich (Pensenschwankungen, Schülerfluktuationen, Streitigkeiten, Beschädigung oder Verlust von Instrumenten etc.). Auch die Vorsorge ist ein Thema, welches mit Vorteil frühzeitig angegangen wird. Die Mitglieder des SMPV profitieren u.a. von der Möglichkeit, stark vergünstigte Rechtsschutz- und Instrumentenversicherungen abzuschliessen. Sie können sich ausserdem über ihre Mitgliedschaft der Pensionskasse Musik und Bildung (2. Säule) anschliessen. Hervorzuheben ist ausserdem die Rechtsauskunft, die jedem Mitglied für Fälle im Zusammenhang mit ihrer musikpädagogischen Tätigkeit offen steht. 


Zahlreiche Angebote der Sektionen wie Schülerinnen- und Schülerkonzerte, Stufenprüfungen und Wettbewerbe wie die SMPV-Talentbühne des SMPV Nordwestschweiz ergänzen das Angebot und bieten den Mitgliedern darüberhinaus die Möglichkeit, sich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen und zu vernetzen.