Veranstaltungen zum Abschluss des Jubiläumsjahres

Veranstaltungen zum Abschluss des Jubiläumsjahres

23.01.2019

Mit einer Jubiläumsveranstaltung in Olten, dem Gründungsort des SMPV, und drei Präsentationen des Programms «Il était une fois… 125 ans» in der Romandie liess der SMPV sein Jubiläums-jahr ausklingen.

Lucas Bennett — Eine stattliche Anzahl SMPV-Mitglieder waren der Einladung des Zentralverbandes gefolgt und fanden sich am 15. September in Olten zusammen, um das 125-jährige Bestehen des SMPV zu feiern. Der Tag bot mit seinem abwechslungsreichen Programm samt Apéro riche nicht zuletzt auch Gelegenheit zum informellen Austausch, zum Wiedersehen mit Kolleginnen und Kollegen und zum Knüpfen neuer Kontakte. Den würdigen Rahmen zur Feier, die von einer Ar- beitsgruppe unter der Leitung von Gabriela Martinez konzipiert und organisiert wurde, gab das Oltener Stadttheater mit seinem gediegenen Ambiente ab.

Die bewegte Geschichte des Verbandes beleuchtete ein Beitrag von Lucas Bennett, während die Co-Präsidentinnen Annette Dannecker und Paola de Luca heutige Ausrichtung und Herausforderungen skizzierten und die Bedeutung der Zusammenarbeit des SMPV mit seinen diversen Partnerverbänden und –institution betonten, wie sie auch in den Gruss-adressen von Beat W. Zemp (Zentralpräsident des Dachverbandes Lehrerinnen und Lehrer Schweiz) sowie Daniel Lampart (Sekretariatsleiter und Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes) eindrücklich zum Ausdruck gekommen war.

Die Reihe der vielfältigen Beiträge setzte sodann eine Lesung von Pino Masullo («Rosa und Verduccio», begleitet mit Instrumenten aus Süditalien) fort. Einen faszinierenden Einblick in die kompositorische Werkstatt bot das Referat der 1957 geborenen Komponistin Regina Irman. Die Musikpädagogin Hanni Müller-Howald sprach darauf über den Bambusflötenunterricht mit Kindern , woran sich eine stimmige Darbietung eines Flötenchores anschloss.

Dem Thema «(Freie) Musikpädagogik - welche Zukunft hat sie?» gewidmet war eine Podiumsdiskussion unter der Leitung von Andreas Müller-Crepon, an der Hans-Peter Achberger (Schweizerischer Musikerverband), Felix Bamert (Studienleiter Musikpädagogik und Musikmanagement an der Hochschule der Künste Bern), Mara Corleoni (Musikvermittlerin an der Tonhalle Zürich), Sibylle Schuppli (Musikpädagogin am Konsi Zürich, VPOD) und Lucas Bennett (SMPV) teilnahmen. Mitreissend war schliesslich der Auftritt von «Mattermania» (Ivo E. Roesch, Gesang und Minimal-Schlagzeug, Gabriel Kramer, Gitarre und Gesang, Mandoline, Mundharmonika und Simon Zürrer, Kontrabass und Gesang) mit einfallsreichen Arrangements von Mani-Matter-Liedern in lebendiger, temperamentvoller Wiedergabe.

Nicht weniger als drei Jubiläumsveranstaltungen fanden sodann in der Romandie statt. Die Westschweizer Jubiläumsarbeitsgruppe hatte unter dem Titel «Il était une fois… 125 ans» ein Programm konzipiert, welches eine musikalische Reise durch die 125 Jahre bot. Als Kooperation der Sektionen Genf, Neuenburg, Waadt und Wallis realisiert, wurde das Programm am 21. Oktober in Château-d’Oex im Rahmen der Reihe «Le Bois qui Chante», dann am 24. November in Chézard-St-Martin und am 1. Dezember in Petit-Lancy präsentiert. Die Veranstaltung in Chézard-St Martin war gleichzeitig auch dem 60-jährigen Jubiläum der Sektion Neuenburg gewidmet (s. dazu den nachfolgenden Artikel).

Da Programm und Mitwirkende teilweise den Ressourcen vor Ort angepasst wurden, erhielt jede der drei Aufführungen ihr ganz eigenes Gesicht. Der Schreibende besuchte die Aufführung in der historischen Kirche von Château-d’Oex. Zu erleben war in dem sehr gut besuchten Konzert ein überaus gelungenes Zusammenwirken von professionellen Musikerinnen und Pädagoginnen (Béatrice Villiger, Gesang, Diane Pauvert, Harfe, Jane-Marie Nussbaumer, Klavier) und Laien und Schülerinnen und Schülern, die im «Chœur de Poche» (Leitung: Béatrice Villiger) und im «Petit Orchestre du Pays-d’Enhaut» (Leitung: Valérie Gretillat) engagiert mitwirkten. Bemerkenswert auch die Leistungen der Schülerinnen und Schüler in der Präsentation «Immersion dans la Méthode Suzuki» (Leitung: Valérie Gretillat, Ina Zulauf und Louise Daenzer, Violine) und die Beiträge der Klavierschülerinnen und -schüler Elodie Leyvraz, Asia Cantalupo, Melody Savary, Adam und Lucas Rahali (Klavierklasse Vanda Brauner). Stilistisch weit gespannt war das musikalische Programm mit Werken von Giacomo Puccini, Émile Jaques-Dalcroze, Zoltán Kodály, Joseph Bovet, Gustave Doret, Dmitri Kabalewski, Dmitri Schostakowitsch, Monique Droz, B. Schulé und Marc-Antione Charpentier (arr. Henry Milsby). Béatrice Villiger stellte als «la secrétaire» in einer kurzweiligen Moderation den Zusammenhang zwischen den Wegmarken der Verbandsgeschichte und den musikalischen Beiträgen aus der jeweiligen Zeit her.