Wertvolle Inputs  und Unterstützungs- angebote

Wertvolle Inputs und Unterstützungs- angebote

30.10.2019

Grossen Anklang fand der vom SMPV und der Ausgleichs- kasse Verom angebotene Kurs zu Fragen rund um die AHV, der am 27. September in Zürich stattfand. Dabei wurde die Sicht von Arbeitnehmern, Freischaffenden und Arbeitgebern gleichermassen berücksichtigt.

Lucas Bennett — Der SMPV gehört als Gründungsmitglied der Ausgleichskasse Verom an. Diese ist damit die für Verbandsmitglieder, den Zentralverband und die Sektionen zuständige Ausgleichskasse und Ansprechpartner für alle Fragen zur ersten Säule. Roger Schuhmacher und Marco Rauber von der Verom leiteten den Kurstag, der vor allem in Hinblick auf die Perspektive von Sektionen, die regelmässig Personal beschäftigen, organisiert worden war. Jedoch erwies sich der Tag als gleichermassen relevant für Angestellte, Selbständige und Arbeitgeber. Für Musiklehrpersonen besonders wichtig dürften die Frage der Abgrenzung zwischen unselbständigem und selbständigem Erwerb sein. Hier sind Kriterien wie eigenständiger Auftritt, Tragen eines wirtschaftlichen Risikos u.a. massgebend. In jedem Fall muss eine selbständige Tätigkeit bei der Ausgleichskasse angemeldet und von dieser bewilligt werden. In diesem Fall trägt die Lehrperson die AHV-Beiträge alleine. Die Tätigkeit an Musikschulen ist in aller Regel eine unselbständige Tätigkeit. Die Beiträge teilen sich dann Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Wichtig: Auch wenn der jährliche Verdienst bei einem Arbeitgeber unter dem jährlichen Freibetrag von 2300 Franken liegt, kann die Lehrperson die Abrechnung von AHV-Beiträgen vom Arbeitgeber verlangen. Die Arbeitgebersicht betrifft im SMPV die Administration des Zentralverbandes und der einzelnen Sektionen. Nebst der Anmeldung und Abrechnung der Löhne von Angestellten ist auch bei kleineren und unregelmässig anfallenden Entschädigungen auf die korrekte Behandlung in Bezug auf die AHV-Pflicht zu achten, was in der Praxis immer wieder zu Fragen führt, so z.B. bei den Entschädigungen für Vorstandsarbeit: diese stellen unselbständigen Erwerb dar. Werden Aufträge an selbständig Erwerbende vergeben, so müssen diese ihre Selbständigkeit durch eine Bestätigung der jeweiligen Ausgleichskasse belegen. Dazu muss der selbständige bzw. unselbständige Charakter für jede Tätigkeit bestimmt werden. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, eine Einschätzung durch die Ausgleichskasse vornehmen zu lassen, zumal nicht abgezogene Beiträge von der Ausgleichskasse nachträglich erhoben werden und mit einem Verzugszins von 5% pro Jahr in Rechnung gestellt werden können. Besonders zu beachten gilt es auch, dass für den gesamten praktisch-musikalischen Bereich, also z.B. bei Einsätzen an Konzerten oder beim Einsatz von KorrepetitorInnen AHV-Beiträge abzurechnen sind, da für diesen Bereich die übliche Freigrenze von 2300 Franken nicht gilt.

Nebst individueller Beratung bietet die Verom ein Onlineportal zur Erfassung von Daten sowie ein kostengünstiges Lohnprogramm an, was gerade für Sektionen mit beschränkten personellen Ressourcen interessant sein dürfte. Insgesamt offenbarte der Kurstag grosses Interesse und Informationsbedarf sowohl bezüglich der Situation von Freischaffenden und Arbeit- nehmern, wie auch in Hinblick auf die Vereinsadministration. Der Zentralvorstand beabsichtigt daher, in Zukunft weitere Kurse, sowohl zur AHV wie zur Pensionskasse, anzubieten.

Die obigen Beispiele geben nur Teilaspekte aus dem Kurs wieder. Für verbindliche Auskünfte empfehlen wir Ihnen in jedem Fall, sich direkt mit der Ausgleichskasse Verom in Verbindung zu setzen:

Tel. 044 253 93 91 oder info@verom.ch.