Ein Singfest für alle – das 11. EJCF 2018

Ein Singfest für alle – das 11. EJCF 2018

13.03.2018

Vom 9. - 13. Mai treffen sich in Basel und der Region über 2000 Kinder und Jugendliche. Das EJCF hat für die 11. Aus­gabe hervorragende junge Chöre aus zehn europäischen Ländern eingeladen und einen Gastchor aus Südafrika.

Andrea Theunert — Zum 11. Mal versammelt das Europäische Jugendchor Festival Basel (EJCF) eine Auswahl der besten Kinder- und Jugendchöre Europas und sieben junge Chöre aus der Schweiz. Die von einem künstlerischen Komitee ausgewählten Chöre kommen aus Dänemark, Finnland, Frankreich, Israel, Portugal, Russland, Schweden, Slowenien, Spanien und Ungarn. Aus der Schweiz nehmen der Jodelchor jutz.ch, incantanti aus dem Bündnerland, Zik’Zag aus Fribourg, der Kammerchor des Gymnasiums Muttenz sowie die Gastgeberchöre Knaben- und Mädchenkantorei Basel und der Jugendchor Vivo der Musik-Akademie teil. Einen besonderen Akzent setzt der Drakensberg Boys Choir aus Südafrika mit seinen 55 Knaben.

Vielfältiges Konzertangebot

Über 40 hochstehende Chorkonzerte und ein dichtes Rahmenprogramm lassen die Auffahrtstage wieder zum grossen Fest der Begegnung und der Musik werden. Das EJCF versammelt nicht nur eine aussergewöhnliche Anzahl hervorragender junger Chöre, sondern ermöglicht diesen und dem zahlreichen Publikum auch aussergewöhnliche Konzerterlebnisse. Dazu wurden Konzertformate entwickelt, welche alle Konzertregeln brechen und das Publikum animieren, aktiv an der Konzertgestaltung mitzuwirken oder ungewohnt präsentierte Chorwerke zu geniessen.

Extrakonzert «Swiss Songbridge»

«Songbridge» ist ein Projekt zur Förderung der internationalen Kooperation von Kinder- und Jugendchören mit lebenden Komponierenden. Die Idee dazu wurde 1999 von Prof. Erkki Pohjola (Finnland) entwickelt und ab 2004 vom Weltverband der Chöre «IFCM» in seine Agenda aufgenommen. Am Freitag, 11. Mai wird zum ersten Mal eine «Songbridge» veranstaltet, welche nicht drei Länder, sondern drei Sprachregionen eines einzigen Landes, nämlich der Schweiz, zusammenführt. Der Künstlerische Ausschuss des internationalen Songbridge-Projektes hat damit einer Erweiterung seines Konzeptes zugestimmt und beobachtet nun mit Spannung, was die neu interpretierte Idee für den Zusammenhalt eines Landes bedeuten kann. Zur Uraufführung kommen Kompositionen von Fabien Volery (FR), Gion Andrea Casanova (GR) und Stefan Furter (BL) sowie Repertoirelieder aus den drei Landesregionen. Die Werke sind für den auftraggebenden Chor, alle drei Chöre gemeinsam sowie alle Chöre und das Publikum geschrieben. Eine vereinfachte Fassung für gemischten Chor und Publikum ist beim Verlag Müller & Schade verlegt und wird am Festival verkauft.

«Singe uf dr Stroos» und «Parade à l'envers»

Am Samstagnachmittag, 12. Mai, singen alle Festivalchöre auf fünf grossen open air-Bühnen in der Basler Innerstadt, nämlich auf dem Barfüsserplatz, dem Theaterplatz, dem Rümelinsplatz, dem Münsterplatz und im Rathaushof am Marktplatz. Im Anschluss an das «Singe uf dr Strooss» findet die «parade à l’envers» statt. Für einmal wird die Tradition, wonach Festivalchöre singend durch die Strassen ihrer Gastgeber ziehen, umgekehrt: Die 850 Singenden der Festivalchöre säumen die Strassen und Gassen vom Münsterplatz bis zum Barfüsserplatz und das Publikum spaziert durch die singenden Chöre, als würde es eine Kürzestkulturreise durch Europa begehen. Start ist auf dem Münsterplatz zwischen 17.15 und 17.30 Uhr. Danach folgen die Chöre den Spazierenden singenderweise und treffen sich gegen 17.45 Uhr mit dem Publikum auf dem Barfüsserplatz.

Ein Festival für die Bevölkerung

Das Jugendchorfestival kann traditionsgemäss auf eine grosse Unterstützung aus der Bevölkerung zählen. Über 40 Kooperationspartner gestalten das Festival mit, 800 Freiwillige engagieren sich für das Treffen, darunter 250 Gastfamilien, welche die 550 ausländischen Gäste beherbergen. Ein Rahmenprogramm fördert den Nachwuchs und gibt 1600 Kindern und Jugendlichen aus der ganzen Schweiz die Chance, sich in einer der drei lokalen Matineen zu präsentieren oder zusammen mit den Chören aus Südafrika und Schweden einen Singtag zum Thema «Africa» oder «ABBA» zu erleben. Die Festivalleiterin Kathrin Renggli sagt: «Elite entsteht nur bei konsequenter Förderung der Basis. Das weltweit einmalig hohe Niveau am Basler Festival steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Angebot für die singende Jugend der Schweiz und dem Support durch die Bevölkerung. Auch international müssen wir uns für junge, ambitionierte Chorleitende engagieren, wenn musikalisches Können auch zukünftig einen Wert darstellen soll».

8. Schweizerisches Chorleiter/innen-Treffen

Am Auffahrtstag, 10. Mai 2018, treffen sich die Chorleiter/innen aller Schweizer Landesregionen und Musikszenen im Jazzcampus Basel. Geboten werden für CHF 25 pro Person ein Stehlunch mit Notenausstellung, Kurzpräsentationen von attraktiven europäischen Chorfestivals und –wettbewerben sowie drei Workshops zur Auswahl, nämlich die spielerische Schulung von Bühnenpräsenz, das Kennenlernen eines wirkungsvollen Repertoires für Hochzeiten, Jubiläen und Geburtstage sowie ein Rundgang durch den architektonisch höchst interessanten Jazzcampus mit Fokus auf dessen einmalige Akustik.

Melden Sie sich an! Jetzt auf www.ejcf.ch, weitere Informationen unter Tel. 061 401 21 00 (Festivalbüro).

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