Schweizer Musik findet weiterhin Gehör

Schweizer Musik findet weiterhin Gehör

13.03.2018

Denn eines ist klar: Ohne SRG und gebühren­finanzierte private Radio- und Fernsehstationen hätte die Schweizer Musik kaum mehr eine Chance gehabt, Verbreitung zu finden.

SMR — Die No-Billag-Initiative beabsichtigte, die Radio- und Fernsehempfangsgebühren abzuschaffen. Sie wollte keine öffentliche Finanzierung von Radio- und Fernsehstationen mehr. Das hätte dazu geführt, dass es ausschliesslich private Anbieter und keinen medialen Service public mehr gegeben hätte. Diesem radikalen Anliegen hat die Stimmbevölkerung mit 71.6 Prozent Nein-Stimmen am 4. März 2018 an der Urne eine deutliche Absage erteilt.

Die SRG: eine unverzichtbare Partnerin

In den letzten zehn Jahren konnte die Präsenz von Schweizer Musik in Radio und Fernsehen, nicht nur, aber insbesondere auch auf den SRG-Kanälen merkbar gesteigert werden. Der Musiksektor und die SRG können nun ihre fruchtbare Zusammenarbeit weiterführen und so die Schweizer Musik im Laien- sowie im Profibereich erhalten und ausbauen. Dank den äusserst beliebten Spartenradios wie Swiss Pop, Musikwelle, Option Musique, etc. bleiben zudem werbefreie Gefässe, die Musik der verschiedensten Genres senden, bestehen. Auch private Radiostationen, die einen Anteil aus dem Gebührentopf erhalten, können ihr Engagement für die Schweizer Musik fortsetzen.

Gute Nachricht für Schweizer Musik

Mediale Präsenz ist von grösster Wichtigkeit für heimische Musikschaffende. Durch das Senden ihrer Musik erlangen sie eine gewisse Bekanntheit, was auch dazu führt, dass sie von Clubs und Festivals gebucht werden. Zudem generiert das Abspielen ihrer Musik einen relevanten Teil des Einkommens der Musikerinnen und Musiker. Auch für die Musikwirtschaft, insbesondere für die kleineren Agenturen und Labels, ist es überlebenswichtig, dass ihren Künstlerinnen und Künstlern Kanäle zur Verbreitung ihrer Musik zur Verfügung stehen.

Das Abstimmungsresultat ist deshalb eine äusserst gute Nachricht für die Schweizer Musik.

Die bevorstehende Revision des Mediengesetzes bietet nun Gelegenheit, auf durchaus berechtigte Kritikpunkte einzugehen. Der Schweizer Musikrat wird dabei darauf achten, dass diese Revision nicht zulasten der Kultur und insbesondere der Musik gehen wird.

Gute Nachricht für die Schweiz

Dank der klaren Ablehnung der No-Billag-Initiative wird es in der Schweiz auch weiterhin einen guten audiovisuellen Service public geben, was sehr zu begrüssen ist. Die Versorgung der gesamten Schweizer Bevölkerung mit unabhängigen, umfassenden und ausgewogenen Informationen in allen vier Landessprachenüber ist garantiert, und zwar nicht nur in den Zentren, sondern auch in Berg- und Randregionen. Das Nein zur Initiative ist deshalb auch eine gute Nachricht für die Schweiz und ihr politisches System.

Grosses Engagement

Die Kampagne gegen die No-Billag-Initiative erfuhr breite Unterstützung. Viele engagierten sich mit viel Herzblut.

Dieser Einsatz hat Früchte getragen. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben mit ihrem Votum an der Urne gezeigt, dass ihnen Vielfalt, unabhängige audiovisuelle Kanäle, ein reichhaltiges Kulturleben und Solidarität wichtig sind. Der Schweizer Musikrat bedankt sich herzlich bei allen, die sich gegen die Initiative eingesetzt haben.