Eine Auswahl der  nächsten Events und Workshops von SonartFür die  Interessen aller freiberuflichen  Musikschaffenden

Eine Auswahl der nächsten Events und Workshops von SonartFür die Interessen aller freiberuflichen Musikschaffenden

11.04.2018

Per Anfang 2018 wurde aus dem Schweizer Tonkünstler Verband, dem Schweizer Musik Syndikat und den Musikschaffenden Schweiz ein neuer Verband: Sonart – Musikschaffende Schweiz. Co-Präsidentin Marianne Doran erklärt im Gespräch, welchen Mehrwert die Fusion den Mitgliedern und der Szene bringt.

• Workshop am 3.5.: «Buchhaltung und Selbständigkeit»

• Workshop am 18.5.: «Alles, was Recht ist» – Urheber- & Leistungsschutzrecht und Überblick über die versch. Vertragsarten in der Musikindustrie

• Schaffhauser Jazzgespräche am 26.5. «Jazz im digitalen Zeitalter»

• 1. Offizielle Generalversammlung von Sonart am 23.6.

Mehr Infos unter:

> www.sonart.swiss

SMR — Für die freiberufliche Musikszene begann das Jahr mit einem Paukenschlag. Die drei Schweizer Musikverbände STV, SMS und MSS schlossen sich per 1. Januar zum neuen Verband «Sonart – Musikschaffende Schweiz» zusammen, um künftig die kulturpolitischen Kräfte noch besser zu bündeln. Mit diesem historischen Schritt machen die Sparten Jazz und Improvisation, Neue Musik sowie Pop und Rock fortan gemeinsame Sache. Der neue Verband setzt sich gesamtschweizerisch und in allen Sprachregionen für die Interessen der professionellen freischaffenden Musikschaffenden aller Genres ein. «Mit geballter Kraft wollen wir uns jetzt starkmachen für kulturpolitisch optimale und wirtschaftlich faire Rahmenbedingungen aller Musikschaffenden», sagt Marianne Doran. Gemeinsam mit Käthi Gohl Moser und Christoph Trummer bildet sie das Co-Präsidium des neuen Verbandes.

Grosses Potenzial für Wachstum

Die von langer Hand geplante Fusion macht für die Szene in verschiede- ner Hinsicht Sinn. Marianne Doran erklärt: «Durch die neue Grösse gewinnen wir markant an politischem Gewicht und können uns gleichze- itig professionalisieren. Auf der Geschäftsstelle arbeiten jetzt sechs Fachexpertinnen und -experten, die sich knapp 400 Stellenprozent teilen.» Mit neu rund 1700 Mitgliedern verfügt Sonart über eine beachtliche Grös- se. Gemäss Doran ist das Potenzial noch gross. «Von rund 35 000 Suisa-Mitgliedern sind gemäss Schätzung rund 10 000 Profis. Für freiberufliche Musikschaffende soll es künftig ein Muss sein, zu Sonart – Musikschaffende Schweiz zu gehören. Dazu wollen wir jetzt den Schwung der Fusion nutzen und bei der Mitgliederwerbung kräftig Gas geben», sagt die Co-Präsidentin.

Die Freischaffenden aller Musiksparten sehen sich am Ende des Tages mit denselben Fragestellungen konfrontiert. Zu den wichtigsten Themen gehören wirtschaftlich faire Rahmenbedingungen, soziale Sicherheit sowie die Pflege des Netzwerks. Dieses wird dank dem Zusammenschluss jetzt noch weiter ausgebaut und auch der Know-how-Transfer kann intensiviert werden. Trotzdem wird man laut Doran die Fachbereiche zeitgenössische Musik, Jazz und Pop/Rock ganz gezielt weiterpflegen. «Es wird gemeinsame Veranstaltungen geben, aber auch weiterhin Events, die sich zum Beispiel nur an Jazzer oder nur an die Musikschaffenden im Bereich der Neuen Musik richten.»

Verbesserung der Rahmenbedingungen

Finanziell getragen wird Sonart je etwa hälftig vom Bundessamt für Kultur (BAK) und durch die Mitgliederbeiträge sowie Drittmittel. Als Berufsverband ist Sonart kein künstlerisches Gremium, sondern übernimmt die Aufgaben gemäss Leistungsvereinbarung mit dem BAK. Dazu gehören in erster Linie die Dienstleistungen mit der persönlichen Beratung zu den relevanten Themen, das politische Lobbying, die Vernetzung der Szene und der Einsatz für bessere berufliche Rahmenbedingungen.

Was aber kann ein Verband wie Sonart hier konkret erreichen? Für Marianne Doran ist es vor allem eine engagierte Beteiligung im Rahmen der neuen Kulturbotschaft und der Kampf gegen eine Reduktion der öffentlichen Fördergelder. «Überdies können wir uns im Dialog mit den Veranstaltern für allgemeine Richtlinien in Sachen Gage einsetzen. Dazu gehört auch die Kommunikation darüber, was eine Gage beinhaltet und was es heisst, selbständig erwerbend zu sein», erklärt die Co-Präsidentin.

Selbstmanagement-Kompetenzen stärken

Mit Workshops und Kursen soll die Selbstmanagement-Kompetenz der Musikerinnen und Musiker weiter gestärkt werden (siehe auch Box). Dazu gehören Angebote zu Themen wie Steuern, Recht, Marketing oder Digitalisierung. Um die Zukunft des Berufes zu sichern, muss beim Nachwuchs ein Bewusstsein für die heraus- fordernden Seiten des Berufes geschaffen werden. Dazu gehört, dass berufsspezifische Themen noch stärker in die Ausbildung an den Musikhochschulen einfliessen. Entsprechend steht Sonart – Musikschaffende Schweiz im regelmässigen Kontakt mit diesen und gibt entsprechende Empfehlungen ab.