Singen und Gesangsunterricht in Zeiten von Corona

Singen und Gesangsunterricht in Zeiten von Corona

27.05.2020

Niemand hätte sich Anfang März die gravierenden Auswirkungen des neuen Coronavirus vorstellen können, und inzwischen machten wir alle zwangs-läufig unsere Erfahrungen im HomeVoice mit Fernunter-richt und distance learning.

Hans-Jürg Rickenbacher — Die politische Vertretung unserer Dach-verbände Musikrat und SONART benötigen wir jetzt dringender denn je. Durch die Coronakrise wird offensichtlich, wie ungenü-gend die soziale Absicherung der freischaffenden Musiker*Innen und Lehrpersonen ist. Es bleibt zu hoffen, dass die Lücken im sozia-len Netz im Anschluss dauerhaft und nachhaltig geschlossen werden können.

Nach einem kulturellen Kahlschlag wie jetzt, braucht es gute Sängerinnen und Sänger und fähige Leute, die diese Kunst vermitteln können, mehr denn je. Wenn die Krise überstanden ist, wird das gesellschaftliche Bedürfnis nach direktem Kontakt und Austausch, wie es nur der persönliche, analoge Gesangsunterricht vermitteln kann, umso grösser sein und unsere Klassen werden sich füllen.

Versuchen wir also, die entschleunigte Qualität aus dem Lockdown in den Präsenzmodus zu retten und die Latenz aus den Videoübertragungen, an die wir uns inzwischen bereits gewöhnt haben, als geduldigeres Zuhören zu nutzen. Der menschliche Gesang ist in einer guten Position, wenn es darum geht, anstatt körperlich, noch stärker seelisch zu berühren.

Erfahrungsberichte, Empfehlungen, Notensammlungen und verschobene Workshops werden auf unserer Website laufend ergänzt:

> www.evta.ch