MKW bleibt Vollzeitorchester

Johannes Knapp, 05.09.2013

Mit Beginn der Spielzeit 2013/14 tritt der neue Gesamtarbeitsvertrag des Musikkollegium Winterthur in Kraft. Die drohende Herabsetzung auf ein Teilzeitorchester (75%) ist damit erfolgreich abgewendet.


Im Mai 2007 wurde in Winterthur ein erster GAV verabschiedet, der 2011 durch den Arbeitgeber jedoch gekündigt wurde. Aus finanziellen Gründen sah man sich zur Umwandlung in ein Teilzeitorchester veranlasst. Die im Januar 2012 in der Presse bekannt gewordene Absicht löste eine intensive und weitreichende Debatte über den Fortbestand des Orchesters aus. In diesem Zuge wurden auch der Förderverein Allegro und der von Chefdirigent Douglas Boyd initiierte Club der 700 gegründet.


Am 18. Juni 2013 haben das Musikkollegium Winterthur und der Schweizerische Musikerverband den neuen GAV unterzeichnet. Dieser sieht gegenüber dem bisherigen eine Erhöhung der Dienstzahlen, eine flexiblere Ansetzung der Dienste und eine Ferienreduktion vor. Das Orchester hat sich gar dazu bereit erklärt, Lohnmassnahmen unter gewissen Voraussetzungen zu diskutieren. Erfreulich ist die Tatsache, dass das Orchester erstmals einen Vertreter in den Vorstand entsendet. Nicht zuletzt dank der Zugeständnisse der Orchestermusikerinnen und -musiker konnte die Finanzlage des traditionsreichen Orchesters gesichert werden.

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