Das Schweizerische Tonkünstlerfest war erneut ein schöner Erfolg; es bot dem Publikum Gelegenheit, unterschiedliche Werke von Schweizer KomponistInnen zu entdecken.  

Tonkünstlerfest in Cernier

Laurent Mettraux (Übersetzung : Thomas Meyer) , 03.10.2014

Das Schweizerische Tonkünstlerfest war erneut ein schöner Erfolg; es bot dem Publikum Gelegenheit, unterschiedliche Werke von Schweizer KomponistInnen zu entdecken.

Einerseits haben die InterpretInnen mit Engagement gespielt und ihr Bestes gegeben, um die Aufmerksamkeit eines offenen Publikums zu wecken; andererseits haben die KomponistInnen meditative, leidenschaftliche, berührende, ironische oder packende Werke abgeliefert (vgl. dazu den Bericht von William Blank). Allen sei hiermit gratuliert – der herzliche Applaus, mit dem das Publikum ihre Leistungen oder die Früchte ihrer Inspiration aufnahm, war wohlverdient!

Unser besonderer Dank geht an das gesamte Team der Jardins Musicaux de Cernier, bei denen das Tonkünstlerfest heuer zu Gast war. Im Bestreben, neue musikalische Bereiche zu erschliessen, haben die künstlerischen Leiter Valentin Reymond und Maryse Fuhrmann sowie ihr Mitarbeiter Jean Prévost den Festivalbesuchern unbekannte Klangwelten vorgestellt, die sonst allzu oft von den Konzertsälen vernachlässigt werden. Das Publikum von Cernier folgt diesem Abenteuer seit 17 Jahren nun schon mit nicht nachlassender Begeisterung – ohne Snobismus. Menschen aus allen sozialen Schichten kommen ohne Vorteile in die Grange und bemerken, wie zugänglich, ganz einfach über die Sinne, eine zeitgenössische Musik sein kann, sei sie nun postromantisch, modern oder zeitgenössisch. Ein schönes Beispiel für die Offenheit von künstlerischer Leitung und Publikum!

Zeitgenössische Musik aus der Schweiz und ihre vielen KomponistInnen in all den unterschiedlichen Tonsprachen und Empfindungsweisen vorzustellen, ist das Grundkonzept unseres Tonkünstlerfests. Der STV wird in den kommenden Jahren diese Arbeit fortsetzen und neue oder neu zu schaffende Werke einem grossen Publikum präsentieren, so 2015 in Basel beim neuen Festival « ZeitRäume » und 2016 beim Lucerne Festival.

Ohne finanzielle Unterstützung allerdings hätten dieses Fest und die vielen Uraufführungen nicht stattfinden können. Unser herzlicher Dank dafür, dass die so lebendige und vielfältige schweizer Musik verbreitet werden kann, gilt deshalb der Pro Helvetia, der Suisa-Stiftung für Musik, der Ernst Göhner Stiftung, der Fondation Henneberger-Mercier, der Fondation Nicati-de Luze und der Loterie Romande.

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Der Komponist Lukas Langlotz, das Mondrian Ensemble, das Vokalensemble Zürich und Peter Siegwart

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