Delegiertenversammlung Ende November in Olten 

VMS

Niklaus Rüegg, 31.12.2012
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Ruth Hochuli, Anna Brugnoni, Anne Dinkel beim Apéro riche.

Neue Gesichter - neue Aufgaben

Das Hauptereignis des Jahres 2012 war zweifelsohne der mit überwältigendem Mehr angenommene Verfassungsartikel «Musikalische Bildung». An der Delegiertenversammlung des VMS Ende November in Olten bildete dieser einmalige Erfolg denn auch den Einstieg in den thematischen Schwerpunkt.


Per Anfang 2013 gibt es einige personelle Neuerungen in der Zusammensetzung der Delegiertenversammlung. Durch die Auflösung der REMU entstehen vier neue Verbandskörperschaften: die St. Gallischen Musikschulen sind ab sofort unter dem Dach der Schulgemeinden beheimatet. Die Musikschulen der beiden Appenzell sind willens, ein Zusammengehen auf Kantonalebene anzustreben, Glarus erhält ebenso den Status eines Kantonalverbandes wie auch Liechtenstein. Anna Brugnoni wurde als neue Delegierte von Basel-Stadt begrüsst. Hans Peter Hess, Geschäftsführer Verband Bernischer Musikschulen VBMS, löst per 1. Januar 2013 Christoph Ogg ab, welcher seinen Nachfolger gleich selber vorstellte. Für den Kanton Aargau übernimmt der Kantonalpräsident Valentin Sacher den Delegiertenposten. Im Wallis tritt Bruno Zenhäusern aus der DV zurück und übergibt an Nicolas Schwery von der Ecole de Musique de Martigny. Die Walliser «Convention» soll übrigens zu einer kantonalen Vereinigung weiter entwickelt werden.

Ungewöhnliches Tempo beim Bund
Präsidentin Christine Bouvard dankte und gratulierte zu Beginn der Sitzung allen zum Abstimmungserfolg. Es war das beste Resultat, das je aus einem Initiativprozess heraus erreicht wurde. Einen Tag nach dem Abstimmungserfolg hatte Bundesrat Berset dem Bundesamt für Kultur (BAK) den Auftrag erteilt, eine Arbeitsgruppe zusammen zu stellen. Mitglieder sind EDK, Städte- und Gemeindeverband, VMS, j+m, SMR, KMHS und ein Sitz geht an die Laienverbände. Das Mandat der Arbeitsgruppe betrifft Absatz 1 und Absatz 3 und kümmert sich um den Zugang, die ausserschulische Musikbildung und die Talentförderung. Der Schulbereich, Absatz 2, wird ausgeklammert und liegt in der Zuständigkeit der Kantone. Ende 2013 muss ein erster Bericht zur Vernehmlassung vorliegen. Es ist geplant, dass 2015 das Parlament über die Gesetzesvorlage beraten kann. 2015/16 soll das Gesetz fertig sein. Ein Grund für dieses «sportliche» Tempo dürfte sein, dass die Begabtenförderung noch in die Kulturbotschaft 2015 hinein muss.
Bis Anfang 2013 werden zuhanden der BAK Arbeitsgruppe detaillierte Berichte des VMS erarbeitet. Auszüge aus der statistischen Erhebung und die Umfrage zur Talentförderung bilden dazu die Basis. Weiter werden substanzielle Aussagen zu den Schnittstellen Musikschule / Volksschule sowie der Frage des Zugangs zur musikalischen Bildung erwartet.
Zur Verwirklichung der kantonalen Aufgaben setzt sich der VMS zusammen mit den Kantonalverbänden für eine Integration der Musikschulen in die kantonalen Bildungsgesetze ein. Christine Bouvard hat eine umfassende Analyse der schweizerischen Musikschulgesetze vorgenommen. Diese wird demnächst auf den VMS-Verbandsseiten vorgestellt werden. Ein Handbuch zur Unterstützung des kantonalen Gesetzgebungsprozesses ist in Vorbereitung.

Resultate der Arbeitsgruppen
Drei Arbeitsgruppen haben im vergangenen Jahr mehrmals getagt und nun ihre Resultate vorgelegt. Für die Gruppe HR und Finanzen konnte Andreas Weidmann Positives zur finanziellen Ausstattung des Verbands in den kommenden zwei Jahren berichten. Die notwendige Neubesetzung der Geschäftsstelle per Anfang 2014 machte eine umfassende Analyse der in Frage kommenden Führungsmodelle nötig. Die AG ist zum Schluss gekommen, dass der Vorstand als Leistungsgremium bestehen bleiben soll. Basel bleibt als Domizil der Geschäftsstelle über das Jahr 2014 hinaus erhalten. Das Pensum der Geschäftsstelle soll auf zwei Personen verteilt werden, damit eine Abdeckung über fünf Tage und eine optimale Aufgabenteilung gewährleistet sind.
Willy Odermatt legte den abschliessenden Bericht der «AG Aufgabenteilung Dachverband – Kantonalverbände» vor. Er erwähnte die umfangreichen Dienstleistungen des VMS. Einmal mehr hob er die Bedeutung der Statistik hervor. Odermatt betonte, dass es für unseren Dachverband sehr wichtig sei, den Kontakt zur Basis nicht zu verlieren. Die Begleitung der Kantone bei den politischen Anliegen und Begehren sei essentiell. Er wies auf die Unterschiedlichkeit der Kantonalverbände hin und bot eine Zusammenarbeit in der Organisationsentwicklung der neueren und kleineren Verbände an.
Eine höchst vielschichtige und aufwändige Arbeit hatte die dritte AG zu bewältigen. Helga Loosli hatte zwei Umfragen zur den Bereichen Wettbewerbe und Talentförderung konzipiert und verschickt. Sie verzeichnete Rückmeldungen zu 37 Wettbewerben und von 16 Kantonen zur Talentförderung. Das Bild zeigt eine höchst heterogene Situation. Die AG kam zusammen mit den Verantwortlichen des Schweizer Jugendmusikwettbewerbs zum Schluss, dass die regionalen Wettbewerbe in der jetzigen Situation die Entradawettwerbe des SJMW nicht ersetzen können. Die regionalen Wettbewerbe müssen aber eine Vorbereitungsfunktion für den nationalen Wettbewerb wahrnehmen und dafür eine bessere Zeitplanung in Abstimmung auf den nationalen Wettbewerb vornehmen. Qualitätsstandards, insbesondere bei der Qualität der Jurys, müssen beachtet werden.
Stimmen aus dem Kreis der Delegierten betonten, dass der VMS als «Hauptlieferant» von Wettbewerbsteilnehmenden in engem Kontakt mit dem SLMW bleiben sollte.

Jahreszielplanung et cetera
Der Mehrjahreszielplan 2013 bis 2018 wurde einstimmig angenommen, genauso wie das Budget 2013. Die Mitgliederbeiträge werden auch im neuen Jahr gleich bleiben.
Der Vorstand und die DV sind gemeinsam der Meinung, dass auf Dachverbandsebene keine zusätzliche Mitgliederkategorie für private Anbieter geschaffen werden soll. Hingegen sind die kantonalen Verbände nach wie vor frei, private Musikschulen aufzunehmen.
Die internationale Arbeit durch die Europäische Musikschulunion (EMU) wird in Zukunft an Bedeutung gewinnen. An einem Seminar in Budapest wurden im Oktober anhand der durch das European Music Council (EMC) verfassten «Bonn Declaration» Handlungsempfehlungen zur Förderung der Musikalischen Bildung formuliert. Der VMS war mit von der Partie und durfte den Weg zum neuen Verfassungsartikel vorstellen.
Das nächste Forum Musikalische Bildung (FMB) findet am 24. Und 25. Januar 2014 im TRAFO in Baden statt. Das Kernthema wird die «Begabtenförderung» sein.
 

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Giancarlo Gerosa aus Fribourg unterhält sich mit dem neuen Berner Delegierten Hans Peter Hess und dem Walliser Bruno Zenhäusern.

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