Die Musikschule Oberrohrdorf wird 40. 

Auch Musikschulen kommen in die Jahre

Margot Müller, 03.12.2013

Erstmals aktenkundig wird die Musikschule Oberrohrdorf im Mai 1973: Zwei Drittel der Bevölkerung sprachen sich damals für eine eigene Musikschule aus.

Margot Müller – Die Schulpflege Oberrohrdorf führte bei den Eltern der schulpflichtigen Kinder eine Umfrage durch, unter anderem mit den Fragen nach dem Bedürfnis nach Instrumentalunterricht und der Länge der Sportferien. Zwei Drittel der befragten Eltern befürworteten eine Musikschule und zwei Wochen Sportferien. 1974 wurden die nötigen Mittel für den Betrieb einer Musikschule ins Budget aufgenommen. Am 8. November 1974 formierte sich eine Musikkommission mit sieben Mitgliedern. Als Präsident amtete Robert Beringer und erster Musikschulleiter war Vinzenz Frei. Nach den Frühlingsferien begann der Unterricht an der neuen Musikschule in den Fächern Blockflöte mit 85 und Klavier mit 32 Kindern. Ebenfalls von Beginn an waren Blechblasinstrumente im Angebot. Weiteres Interesse bestand für Gitarre, Klarinette und Akkordeon. So musste bereits an der Sommergemeinde 1974 ein Nachtragskredit beantragt werden.

Prinzip Improvisation
Alles war zu Beginn sehr improvisiert, der Unterricht fand in verschiedenen Gebäuden, wie zum Beispiel dem Gemeindehaus, der Zähnteschüür und der Schule der Gemeinde Oberrohrdorf statt.
Ab 1978 wurden weitere Lehrpersonen für Gitarre, Querflöte und Saxophon eingestellt. 1979 betrug die Schülerzahl der Musikschule 239, davon besuchten 116 Kinder den Blockflötenunterricht, welcher in Gruppen durchgeführt wurde. 1981 reduzierte man diese von vier auf drei Kinder. 1984 wurde Violoncello in den Fächerkanon aufgenommen, der Oberrohrdorfer Christof Mohr, welcher immer noch an unserer Musikschule unterrichtet, übernahm die ersten Schüler.
Nach jahrelangem Ringen wurde am 9. September 1987 mit einem Eröffnungskonzert ein Occassionsflügel im Singsaal in Betrieb genommen.
Ab 13. Mai 1991 konnte endlich der Musikunterricht zentral an einem Ort durchgeführt werden. Das alte Schulhaus Staretschwil wurde umgebaut und es erhielt im obersten Stock vier Unterrichtszimmer, welche alle mit Klavieren ausgestattet waren. Leider waren die Zimmer sehr hallig und im Sommer kletterten die Temperaturen teilweise bis auf 34 Grad. Das erste Problem konnte mit Akkustikwänden behoben werden, während man den hohen Temperaturen erst bei der grossen Sanierung von 2009 mit neuen Dachfenstern beikommen konnte.

Fusion ohne Chance
Irene Ischer, welche schon länger an der Musikschule als Blockflötenlehrerin tätig war, übernahm 1994 die Musikschulleitung von Vinzenz Frei, welcher 20 Jahre die Geschicke der Musikschule geführt hatte. Im selben Jahr kamen Unterrichtslektionen von 40 Minuten neu ins Angebot und im Schuljahr 95/96 ergänzte das Keyboard den Fächerkanon.
1999 gab Irene Ischer die Leitung an Margot Müller weiter, welche grad zu Beginn mit der Frage konfrontiert wurde, ob man mit der Musikschule Niederrohrdorf fusionieren solle. Diese Frage wurde in den letzten Jahren in verschiedenen Anläufen und Arbeitsgruppen diskutiert – bis heute leider ohne Erfolg.
Immer häufiger kamen Anfragen nach Schlagzeugunterricht. Im Februar 2001 konnte mit zwei neu angeschafften Schlagzeugen damit begonnen werden. 2003 kam die E-Gitarre hinzu.
Auch die Besoldungen der Lehrpersonen und der Musikschulleitung gab oft zu reden. Diese wurden über die Jahre hinweg schrittweise angepasst.
Die musikalische Öffentlichkeitsarbeit war von Beginn weg präsent. Viele Vorspielstunden, Jahreskonzerte, Auftritte an Gemeindeversammlungen, Martini und Weihnachten gehören zum Jahresablauf der Musikschule.
Besondere Highlights in den letzten Jahren waren sicherlich das Musical Zytsprüng (2002) anlässlich des Jugendfestes, der Auftritt der Schülerband am Dorffest 2009 und das Generationenkonzert 2012 zum Abschluss der Tätigkeit von Renate Kohler.
 

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