Begabungsförderung konkret mit «Cats» von Andrew Lloyd-Webber 

«Best Practice-Modell» vorbildlich umgesetzt

Niklaus Rüegg, 05.04.2014

Ende Januar wurde sie noch als beispielhaftes Projekt für Begabungsförderung auf einem Poster am FMB vorgestellt. Mitte März war die erste Amateurproduktion des Musicals «Cats» in einer fulminanten Bühnenfassung in der Mehrzweckhalle Escholzmatt zu bestaunen.

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Erste Amateurproduktion des Erfolgsmusicals in der Schweiz.

Begabungsförderung konkret mit «Cats» von Andrew Lloyd-Webber

Niklaus Rüegg – Nach einer ambitionierten und höchst erfolgreichen Produktion des Musicals «Die Schöne und das Biest» vor zwei Jahren gründeten einflussreiche Kreise im Entlebuch flugs den Trägerverein «Musical Plus», um weitere solche Grossproduktionen verwirklichen zu können. Das Entlebuch ist als Biosphäre der UNESCO vor allem durch seine urtümliche, charakteristische Landschaft ein Begriff. Niemand würde vermuten, dass in diesem Tal mit seinen 17'000 Einwohnern immer wieder höchst beachtliche Musicalproduktionen über die Bühne gehen. Der Hauptort Schüpfheim leistet sich ein Gymnasium mit ganzen 250 Schülerinnen und Schülern und einer Talentabteilung für Musik, genannt «Gymnasium Plus». Es ist das kleinste Gymnasium im Kanton und gilt als unwirtschaftlich. Deshalb muss die lokale Obrigkeit immer wieder Argumente gegen seine Abschaffung sammeln. Der Luzerner Bildungsminister war an der Premiere zugegen. Ihm wurden durchschlagende Argumente vor Augen geführt.

Eigene Fassung
Der Verein «Musical Plus» musste sich verpflichten, eine Neuinszenierung zu verwirklichen, wollte er als erstes Amateurensemble der Schweiz die Aufführungsrechte für das weltberühmte Musical bekommen. Diese Auflage erwies sich als Glücksfall. Man konnte so einer der Situation und den Darstellenden angepasste Choreographie schaffen, eigene Masken kreiern und ein neues Bühnenbild entwerfen. Die Choreographie (Yvonne Barthel) war das eigentliche Glanzstück des Abends. Sie war nicht zu schwer, doch wirkungsvoll mit schönen Ensemblebildern und hervorragend getanzt von einem nicht unbedingt sehr tanzerprobten Ensemble. Auch die Gesangsnummern waren fast durchwegs von beachtlicher Qualität. Maske und Kostüme dürfen fantasievoll und innovativ genannt werden. Sie halten dem Vergleich mit dem Original durchaus stand. Das Bühnenbild war einfach und funktionell. Der Regisseur Silvio Wey liess sich vor allem im zweiten Teil vielfältige Nutzungsvarianten einfallen. Ein Kränzchen muss man dem Orchester unter der Leitung von David Engel-Duss winden. Die anspruchsvolle Partitur wurde auf professionellem Niveau wiedergegeben.
Man darf sich auf die nächste Produktion freuen.
 

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Foto: Niklaus Rüegg

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