«Jeki Bern» gewinnt VMS-Preis für Integrationsprojekt  

Musik für alle

Niklaus Rüegg, 23.05.2016

In unserer Reihe der Preisträgerinnen des VMS-Best Practice-Wettbewerbs ist heute das Konsi Bern dran. In den vorherigen beiden Nummern wurden an dieser Stelle bereits das Genfer und das Dübendorfer Projekt vorgestellt.

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So bunt ist die Berner Jeki-Welt

«Jeki Bern» gewinnt VMS-Preis für Integrationsprojekt

Niklaus Rüegg – Anlässlich der Jubiläumsfeier zum 40-jährigen Bestehen des VMS im vergangenen November in Biel wurde der Musikschule Konservatorium Bern im VMS-Wettbewerb für innovative Schulprojekte ein erster Preis zugesprochen. Die Fachjury strich bei der Bewertung des Beitrags «Jeki Bern: Jedem Kind ein Instrument – Gleiche Chancen für alle» die Fokussierung auf sozial schwächer gestellte Familien und die vorbildliche Zusammenarbeit mit den öffentlichen Schulen und der Universität Bern heraus.
«Jeki Bern» ist ein gross angelegtes Projekt mit insgesamt über 500 Kindern,
vorwiegend aus ökonomisch benachteiligten Familien und aus Schulen mit auffälligen Sozialindikatoren. Das Ziel ist, Kindern aus der Stadt Bern unabhängig von ihrer Herkunft und ihrer finanziellen Möglichkeiten, den Weg zum Musikunterricht zu ebnen. Der Direktor der Musikschule, Gerhard Müller, hält es für wichtig, die Kinder direkt für die Musik begeistern, nicht über die Eltern, denn diese haben meist einen Migrationshintergrund und sprachliche Barrieren: «Wir erreichen die Kinder über die Klassenlehrperson an der Primarschule. Der Impuls ein Instrument zu erlernen muss von den Kindern kommen. Sie müssen dann ihre Eltern überzeugen».

Integrationsprojekt
Die Stiftung «Jeki Bern» wurde 2011 von der Musikschule Konservatorium
Bern gegründet. Das Projekt-Budget im Schuljahr 2015/2016 beläuft sich auf ca. CHF 250’000.–, wobei die Stiftung «Jeki Bern» ca. CHF 150’000.– beisteuert. Im laufenden Jahr ist auch die Stadt Bern mit Fr. 25'000 eingestiegen.
Der Anteil der Kinder am Programm hat sich in den vergangenen Jahren signifikant erhöht. «Jeki Bern» zählte Anfang 2016 24 Singklassen in Primarklassen und 60 Kinder, die am Instrumentalunterricht teilnahmen. Die Singklassen werden vollständig durch die Stiftung Jeki Bern finanziert. Beim Instrumentalunterricht werden auch kommunale und kantonale Mittel gemäss Musikschulgesetz eingesetzt sowie sehr moderate Schulgelder erhoben. Durch sehr preiswerten Gruppenunterricht wird den Kindern mit zur Verfügung gestellten Instrumenten ein niederschwelliger Einstieg ins aktive Musizieren ermöglicht. Dieses gemeinsame Musizieren fördert nachgewiesener Massen die Chancengleichheit sowie die soziale Integration.

www.konsibern.ch

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