Weiterbildung für die Zuger Musikschullehrpersonen 

Unterrichtsnahe Themen inspirierend präsentiert

Niklaus Rüegg, 29.11.2019

350 Lehrpersonen waren zum fünften Kongress der Zuger Musikschulen geladen. Namhafte Referenten äusserten sich zu Aspekten des Dachthemas «Musikbildung wirksam machen».

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Michael Kaufmann und Christine Bouvard tauschen sich am Rande der Veranstaltung miteinander aus.

Niklaus Rüegg — Der Gemeindesaal Steinhausen bei Zug war am 21. September 2019 brechend voll - kein Wunder, handelte es sich doch um die jährliche Weiterbildungsveranstaltung für die Instrumental- und Gesangslehrpersonen des gesamten Kantons. Der Präsident der Zuger Kantonalen Musikschulkonferenz, Benno Auf der Maur, dankte den Lehrpersonen in seinem Grusswort für ihre hervorragende Arbeit und gab zu bedenken, dass hohe Qualität immer einhergehe mit dem Hinterfragen der eigenen Arbeit. Anschliessend ergriff Regierungsrat Stephan Schleiss das Wort. Er ermunterte die Lehrpersonen dazu, bei der Schülerschaft das Interesse für anspruchsvolle Aufgaben zu wecken.

Thesen für eine lebenslange Musikbildung
Der kürzlich in Pension gegangene Direktor der Luzerner Musikhochschule, Michael Kaufmann, liess es sich nicht nehmen, am Tag seiner Abreise in die Ferien noch der Einladung nach Zug Folge zu leisten. Anhand von fünf Thesen erläuterte er den Wert der Beschäftigung mit Musik. Kaufmann verurteilte das sich abzeichnende schulische Ungleichgewicht zwischen den MINT- und den musischen Fächern und kommentierte dies mit dem Zitat: «Aus Einstein wäre gar nichts geworden, wenn er nicht Geige gespielt hätte». Auf der politischen Bühne habe man zwar mit der Umsetzung des Verfassungsartikels 67a einige Teilerfolge erzielt, doch fehle noch immer ein übergreifendes Konzept für die gesamte Musikbildung in der Schweiz. Den Musikschulen riet er, sich für die Zukunft fit zu machen, Weiterbildung ernst zu nehmen und sich neue Lernformen und Unterrichtsmärkte zu erschliessen. Das 21. Jahrhundert stelle neue Herausforderungen, biete aber auch Chancen, die es anzugehen gelte.

Sprungbrett für junge Musikerinnen und Musiker
Michael Häfliger, seit 1999 Intendant des Lucerne Festivals. Stellte die Lucerne Festival Academy für junge talentierte Musikerinnen und Musiker aus aller Welt vor. Die im Jahr 2003 lancierte Academy hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Einer der aktivsten Dozenten war Pierre Boulez, aber auch andere Grössen wie Simon Rattle, Riccardo Chailly oder Anne-Sophie Mutter arbeiten mit dem Academy-Orchester zusammen. In den vergangenen 16 Jahren profitierten über 1000 Teilnehmende von dieser einmaligen Karrierechance.
In ihren «Anmerkungen zu Kommunikation und Feedback im Unterricht» vermittelte die Geigerin und Dozentin an der HSLU, Ina Dimitrova, eine Palette von fantasievollen Unterrichtsansätzen, die für manche anwesenden Lehrpersonen von einem direkten praktischen Nutzen gewesen sein dürften. Zum Schluss verzauberte die Geigerin zusammen mit dem Pianisten Benjamin Engeli das Publikum mit der Aufführung der Partita von Witold Lutoslawski.

 

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