Zur Studie „Musiklernen Schweiz“ 2018 - 2021 
Wie lernt man in der Schweiz Musik?

Wie lernt man in der Schweiz Musik?

Anicia Kohler, traduction: André Carruzzo, 25.06.2020

Musiklernen geschieht in der Schweiz auf sehr vielfältige Weise. Eine Studie der Hochschule Luzern – mit dem VMS als Projektpartner – wird 2021 erstmals einen Überblick schaffen.

Klavierunterricht nehmen, im Chor singen, im Blasorchester mitspielen – wer sich mit Musik befassen möchte, hat in der Schweiz die Qual der Wahl. Die Palette reicht von der Einzelstunde beim selbstständigen Profimusiker über die Anmeldung an einer Musikschule bis zur Mitgliedschaft in einem der unzähligen Vereine. „Wir haben interessante Strukturen in der Schweiz“, bestätigt Marc-Antoine Camp, Forscher an der Hochschule Luzern. Er leitet die Studie „Musiklernen Schweiz“ mit Laufzeit 2018 - 2021, deren Ergebnisse aufzeigen sollen, wie Musik in der Schweiz vermittelt wird. „Wir nehmen die ganze Breite in den Blick“, sagt Camp. Einen solchen Überblick gab es bisher nicht. Der Verband Musikschulen Schweiz ist Initiant und Projektpartner der Studie. Zudem ist er Mitglied des Fachgremiums, das die Projektarbeiten begleitet – zusammen mit Vertretern der Universität für Musik & darstellende Kunst Wien sowie Uniarts Helsinki.

In welcher Form findet Musikbildung statt?
2019 fanden umfangreiche qualitative Befragungen mit musikalischen Verbänden und Institutionen statt. Aktuell steht die zweite Phase der Studie, ein Onlinefragebogen für Anbieter musikpädagogischer Angebote, kurz vor dem Abschluss. Befragt wurden nebst anderen Zielgruppen auch Hunderte von Lehrpersonen, die an Musikschulen angestellt sind, sowie Musikschulleitende. „Es geht um alles, was an musikalischer Bildung passiert“, sagt Marc-Antoine Camp. „Wir fragen uns – wo und wie lernen Menschen Musik?“ Erfragt wurden zum Beispiel Inhalte des Unterrichts, die Räume, in denen er stattfindet, die Medien, die als Unterrichtshilfe beigezogen werden, sowie auch Alter und kulturelle Herkunft der Schüler. Dadurch soll zum Beispiel klar werden, welche Angebote für welche Altersgruppen besonders interessant sind. Oder wer in Zukunft Musikbildung in Anspruch nehmen wird – und in welcher Form.

Bestandesaufnahme mit Empfehlungen
„Wir möchten eine Bestandesaufnahme machen, mit der wir aktiv in die Zukunft schauen können“, fasst Marc-Antoine Camp das Ziel der Studie zusammen. Die Studienergebnisse werden 2021 in einem Bericht publiziert. Nebst der Übersicht über die Breite des Musiklernens in der Schweiz mit Porträts verschiedener Verbände wird er auch Empfehlungen enthalten. Diese werden Musiklernanbieter in ihrem Bestreben nach Qualität und Innovation unterstützen.

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