Delegiertenversammlung November 2020 
Zugeschaltet aus der ganzen Schweiz

Zugeschaltet aus der ganzen Schweiz

Anicia Kohler, 26.01.2021

Die Delegiertenversammlung vom 20. November fand via Zoom statt. Trotz eingeschränkten Austauschmöglichkeiten zeigte sich die Wichtigkeit des regelmässigen Zusammentreffens aller Kantone deutlich.

Punkt 10h waren alle eingeloggt und anwesend – die digitale Delegiertenkonferenz konnte mit einem Präsenzrekord starten. Sämtliche Abstimmungen erfolgten schriftlich, die Unterlagen waren bereits vorgängig verschickt worden. „Wir sind alle ein bisschen müde von der Situation. Und doch bestimmt sie aktuell halt unser Leben“, sagte VMS-Präsidentin Christine Bouvard zu Beginn. Sie versicherte den Teilnehmenden, dass der VMS sich weiterhin mit voller Kraft auf nationaler Ebene für die Sicherung der musikalischen Bildung und die Anliegen der Musikschulen einsetzen wird.

“Musikschulen in Vernetzung“
Der Vorstand unterbreitete den Delegierten in den statutarischen Geschäften das Mehrjahresprogramm 2021 - 2024 zur Genehmigung. Im Zentrum steht dabei das neue Dachthema „Musikschule in Vernetzung“. Sämtliche Teilprojekte fördern die zukunftsorientierte Entwicklung der Angebote der VMS-Musikschulen. Dazu gehören bildungspolitische Arbeiten wie die Begleitung der Konzeptentwicklung und Umsetzung der Begabtenförderung anhand des Bundesprojekts „Talent Card“, sowie die Pflege der Bundesnetzwerke wie der EDK, dem Schweizerischen Städte- beziehungsweise Gemeindeverband und der Schweizer Musikorganisationen in derselben Sache. Die Begleitung der Musikschulen bei ihrer Verankerung in den kantonalen Gesetzgebungen und bei anderen politischen Anliegen ist ein drittes zentrales Element der politischen Arbeit des VMS.

Forschungsprojekte
Im Tätigkeitsprogramm bleiben weiterhin auch die beiden vom VMS initiierten und bereits an der Hochschule Luzern – Musik (HSLU-M) laufendenForschungsprojekte: die Studie „Musik lernen Schweiz“ Hochschule Luzern - Musik-, sowie „Netzbasierter Instrumental- und Vokalunterricht“, welches Fragen im Kontext der Bewältigung der Herausforderungen rund um Corona an den Schweizer Musikschulen aufnimmt und dokumentiert. Erste Rohdaten dazu wurden an der DV den Delegierten bereits präsentiert und diskutiert. Die Studienberichte sind 2021 respektive 2022 zu erwarten.

Leitbild und Berufsprofil „Musik unterrichten“
Das Dokument zum Berufsprofil „Musik unterrichten“ wird in den nächsten beiden Jahren überarbeitet. „Das Berufsumfeld, die Kommunikationswege und somit auch das Publikationsformat sind anders als vor 15 Jahren“, sagte Vize-Präsident Valentin Gloor. „Es geht uns darum, den Musikschulen Unterstützung zu bieten, und eine gemeinsame Vision für die Zukunft des Berufsfeldes zu bieten.“ Workshops an allen VMS-Regionalkonferenzen werden dafür eine wichtige Grundlage bilden.

Digitalisierung und Personelles
Die Thematik Digitalisierung an den Musikschulen ist aktueller denn je. Im kommenden Jahr sollen nationale Leitlinien zur Digitalisierungsstrategie des VMS erarbeitet werden. Ein weiterer Punkt im Tätigkeitsprogramm ist personeller Natur – 2021 werden zwei Ressorts im VMS-Vorstand frei, und im Sommer 2022 wird das Präsidium neu besetzt.

Dankbar für Inputs aus den Kantonen
Die Versammlung schloss mit Kurzorientierungen zum Projekt „Postkarte Integration“ und zum kürzlich auf der Verbandswebseite publizierten Schlussbericht der VMS-Statistik 2020. Der VMS-Vorstand, der die Konferenz physisch unter Einhaltung aller Schutzmassnahmen von Olten aus leitete, zog nach der DV eine positive Bilanz. Christine Bouvard: „Natürlich hätten wir die Delegierten viel lieber persönlich begrüsst. Gerade in diesen Zeiten wären der Austausch und das kollegiale Plaudern in der Pause eine wichtige Kräftequelle. Dennoch sind wir froh, dass die DV auf digitalem Weg stattfinden konnte, und dankbar für die Inputs aus den Kantonalverbänden.“