Start zweier neuer Serien 

Musikschulen und Kantone im Porträt

Anicia Kohler, 23.02.2022

So vielfältig wie die Schweiz sind sowohl die rund 400 Musikschulen, die beim VMS eingebunden sind, als auch die Kantonalverbände. In zwei Serien stellen wir dieses Jahr kleine Musikschulen aus ländlichen Gegenden vor – und sprechen mit Delegierten über die Eigenheiten ihrer Kantone.

Anicia Kohler – Die Geschichte der Musikschulen in der Schweiz ist relativ jung. Die erste Musikschule wurde 1835 in Genf gegründet (Das Conservatoire de musique de Genève). 1858 entstand das Konservatorium in Bern als erste Musikschule in der Deutschschweiz, in den nächsten Jahrzehnten gefolgt von Lausanne (1861), Schaffhausen (1866), Basel (1867) und Zürich (1876). Musikunterricht stand also lange Zeit nur in Städten zur Verfügung. Heute ist das Netz in der Schweiz weitverzweigt. Doppelbelegungen eingerechnet, besuchen von rund 780’000 Kindern und Jugendlichen im Volksschulalter 300’000 Unterricht an einer Musikschule in ihrer Umgebung. Obwohl der Trend laut VMS-Statistik 2020 klar in Richtung grosse, fusionierte Musikschulen geht, gibt es immer noch zahlreiche kleine Musikschulen in ländlichen Regionen, die interessierten Kinder und Jugendliche möglichst vor Ort in ihren Heimatgemeinden Unterricht auf ihrem Wunschinstrument ermöglichen. Um sie soll es dieses Jahr gehen. In loser Folge veröffentlichen wir an dieser Stelle Aufzeichnungen von Gesprächen mit Schulleiter*innen von Musikschulen aus allen Sprachregionen. Und in einer zweiten Serie rücken wir die Heterogenität der Gegebenheiten in den Kantonen ins Scheinwerferlicht. Den Anfang machen die Musikschule Engiadina Bassa/Val Müstair (EBVM) sowie der Verband Musikschulen Baselland (VMBL).