Serie: Kleine Musikschulen auf dem Land 
Ecole de musique de Villeneuve et environs

Ecole de musique de Villeneuve et environs

Jean-Damien Humair, 06.09.2022

Kennzahlen: 18 Lehrpersonen, 13 Fächer (Holzbläser, Streicher, Perkussion), zwei Kurse (Klassik und Jazz/aktuelle Musik), sowie musikalische Früherziehung, Gehörbildung und Ensembleunterricht (Kammermusik, Pop-Workshop, Orchester).

„Die Musik gemeinsam leben“ – so lautet das Motto der Ecole de musique de Villeneuve et environs (EMVE). Verschiedene Angebote sorgen dafür, dass das gemeinsame Musizieren in der Region Raum bekommt und Amateurmusiker*innen und -sänger*innen sich vernetzen und praktizieren können. Dementsprechend wird das Orchester als gemeinsames Angebot der Musik- und der Volksschule durchgeführt, und die „musikalische Woche“ (Semaine musicale) bringt Musikschüler*innen und Lehrpersonen, Schulchöre, Streichorchester, das Vokalenseble Crescendo, die Blasmusik Noville und die Tambouren von Villeneuve zusammen. „Unsere Schülerzahlen haben sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt“, erzählt Schulleiter Bertrand Curchod. Sein Eindruck bestätigt die Einschätzungen anderer Musikschulleitenden in ländlichen Regionen – das Angebot sei in der Bevölkerung bekannt und die Musikschule sei nahe am Puls. Andererseits sei es eine Tatsache, dass die Musikschule seltenere Instrumente wie Orgel, Fagott oder Oboe aufgrund ihrer kleinen Grösse nicht anbieten könne. Zu den Herausforderungen der nächsten Jahre zählt Bertrand Curchod die kleinen Pensen der Musiklehrpersonen, die zu einer höheren Volatilität führen könne. Er möchte das Angebot seiner Schule – die manchmal in Konkurrenz steht zu Musikschulen mit „Konservatorium“ im Namen – noch bekannter werden. Ein erster Schritt in diese Richtung sind die visuelle Identität der Schule sowie die Website.

www.emve.ch