Oldenburger Studie deutet auf langfristige soziale Vorteile hin 
Musizieren verbessert Familienbeziehungen

Musizieren verbessert Familienbeziehungen

PM/Codex flores, 02.07.2018

Laut einer in der Fachzeitschrift Musicae Scientiae erschienenen Oldenburger Studie wird in rund zehn Prozent aller Familien in Deutschland mit Kindern im Grundschulalter täglich musiziert oder gesungen. Dies verbessere Musik die Familienbeziehungen langfristig.

Die Auswertung der Daten zeige, so die Oldenburger, dass in Familien, die viel miteinander musizieren, eine grössere Vertrautheit herrscht als in jenen, in denen Musik keine wichtige Rolle spielt. Darüber hinaus beurteilten die Eltern in diesen Familien das Sozialverhalten ihrer Kinder positiver als andere Eltern. Die Daten deuteten ausserdem darauf hin, dass Musik die nonverbale Kommunikation innerhalb einer Familie erleichtert. Die Forscher führen das darauf zurück, dass Sinneswahrnehmungen und Aufmerksamkeit beim Musizieren eine grosse Rolle spielen.

Die Oldenburger Wissenschaftler Gunter Kreutz vom Institut für Musik und Michael Feldhaus vom Institut für Sozialwissenschaftennutzten Daten der so genannten pairfam-Studie (Panel Analysis of Intimite Relationships and Family Dynamics), einer 2008 gestarteten soziologischen Längsschnittstudie, die Partnerschaften und Familien in Deutschland erforscht.

Originalartikel:
Gunter Kreutz, Michael Feldhaus: “Does music help children grow up? Parental views from a longitudinal panel study”. Musicae Scientiae, doi: 10.1177/1029864918782581
 


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