Mehrstufiges Experiment der Bauhaus-Universität Weimar  
Sicher musizieren in Zeiten von Corona

Sicher musizieren in Zeiten von Corona

PM/Codex flores, 01.09.2020

Die Bauhaus-Universität Weimar hat in Kooperation mit der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach und der Staatskapelle Weimar Hygieneschutzmassnahmen entwickelt, die bei Proben und Auftritten Coronainfektionen verhindern sollen.

Um sicher zu musizieren, können laut Forschern der Bauhaus-Universität Weimar spezielle Filter für Blechblasinstrumente sowie ein spezielles Gesichtsvisier namens «BauhausUniVisor» eingesetzt werden. Die Filter bestehen aus herkömmlichem Zellstoff, welcher in eine wabenartige Form geschnitten und mit Hilfe von Klebeband vor dem Schallbecher des jeweiligen Blasinstrumentes oder vor dem Mundstück der Querflöte locker angebracht wird. Informationen und Schnittmuster stehen kostenfrei als Download zur Verfügung.

Die Wirksamkeit der prototypischen Filter sowie des »BauhausUniVisor« wurde zuvor in einem mehrstufigen Experiment an der Professur Bauphysik belegt. Bis zu maximal etwa 1,1 Meter weit reichte die Atemluft beim Musizieren in den Raum. Besonders ausgeprägt waren der Atemausstoss beim Spielen von Querflöte (über das Mundstück geblasene Luft), Klarinette (am Mundstück entweichende Nebenluft), Oboe und Fagott (Abatmen zwischen den Phrasen) sowie beim Singen.

Originalpublikation: https://idw-online.de/de/news753255

 


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