Studie zu Covid-Ansteckungen über Aerosolpartikel in Innenräumen 
Geringstes Ansteckungsrisiko in Konzert und Oper

Geringstes Ansteckungsrisiko in Konzert und Oper

SMZ, 16.02.2021

Eine Berliner Studie zeigt: In geschlossenen Kulturräumen infiziert man sich viel weniger mit dem Corona-Virus als in Supermärkten, Fitnesstudios oder im Zug.

Die Studie beurteilt das Infektionsrisiko aufgrund der eingeatmeten Dosis. Diese wiederum hängt ab von Faktoren wie Emissionsrate, Atemaktivität, Aerosolkonzentration und Aufenthaltsdauer. Die Forscher sind bei ihrer Beurteilung der Ansteckungswahrscheinlichkeit davon ausgegangen, dass sich in allen untersuchten geschlossenen Räumen eine infizierte Person befindet. Zusammenfassend wird festgehalten, der situationsbedingte R-Wert in Kulturstätten sei geringer als in Klassenzimmern oder Büroräumen.

Anhand eines Beispiels kommt die Studie zum Schluss: Ein Theaterbesuch ist «in einer Versammlungsstätte mit 30% Belegung und mit Tragen einer Maske auch auf dem Sitzplatz nur halb so risikoreich wie im Supermarkt.» Die illustrierende Grafik zeigt ausserdem, dass in Innenräumen von Konzertgebäuden, Theatern, Kinos und Museen die Ansteckungsgefahr am geringsten ist. 

Die Neue Zürcher Zeitung stellte die Studie am 15. Februar ausführlich vor. Dabei werden  einige Beispiele detailliert durchgespielt.
Link zum NZZ-Artikel

Zur Studie

Martin Kriegel, Anne Hartmann: Covid-19 Ansteckung über Aerosolpartikel – vergleichende Bewertung von Innenräumen hinsichtlich des situationsbedingten R-Wertes. Hermann-Rietschel-Institut der Technischen Universität Berlin, 11. Februar 2021
 

Die Studie kann über diesen Link heruntergeladen werden:

http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-11387

 

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  • Brandner, Myriam am 17.02.21 - 07:42

    Wo bleibt die Kritik an der "Studie"?

    Kaum vergleichbare Bedingungen, keine Begutachtung durch unabhängige Experten, keine Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift. Neue Mutationen des Virus wurden in der Studie ebenfalls nicht berücksichtigt. Die "Studie" hat daher eine sehr sehr geringe Aussagekraft. Da ist Ihre Überschrift schon sehr reißerisch. Journalisten sollten Dinge einordnen helfen, nicht Schlagzeilen für den Boulevard produzieren...


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