Interventionsstudie der Uni Zürich mit Partnern aus der Praxis 
Erinnerungsarbeit mit Musik

Erinnerungsarbeit mit Musik

PM/SMZ_WB, 09.03.2021

Klänge, die an positive autobiografische Erlebnisse geknüpft sind, können das Wohlbefinden von Menschen mit Gedächtnisschwierigkeiten deutlich steigern, depressive Verstimmungen verringern und Verhaltensauffälligkeiten mildern.

Geräusche und Musik, die an schöne Erlebnisse geknüpft sind, können positive Assoziationen wecken Dies geht aus einer Studie des Zentrums für Gerontologie und des Forschungsschwerpunktes «Dynamik Gesunden Alterns» der Universität Zürich hervor. Zusammen mit verschiedenen Institutionen aus der Praxis wurde darin das Potenzial einer musikalischen Intervention, die auf biografischen Erinnerungen basiert, bei Menschen mit Demenz untersucht.

«Individuell abgestimmte, bedeutsame Musik oder Geräusche ermöglichen Menschen mit Demenz, freudige und sinnstiftende Erfahrungen zu machen», resümiert Studienleiterin Sandra Oppikofer die Erkenntnisse. «Über die Klänge können sie mit ihrem Umfeld in Verbindung treten, sich engagieren und dabei positive Episoden des Lebens aufleben lassen.»

Doch nicht nur die Patientinnen und Patienten profitieren: Auch die Grundstimmung von Betreuungs- und Pflegepersonen verbessert sich, während das akute Stressempfinden sinkt. Darüber hinaus steigt die wahrgenommene Nähe zwischen den Betreuungs- und Pflegepersonen und den an Demenz erkrankten Menschen.

Originalartikel:
https://www.media.uzh.ch/de/medienmitteilungen/2021/Musikspiegel.html

 


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