Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und Universität Kabul kooperieren 
Weimarer Aufbauhilfe in Afghanistan

Weimarer Aufbauhilfe in Afghanistan

PM/Codex flores, 03.11.2014

Die Weimarer Musikhochschule will die Musikabteilung an der Universität Kabul beim Aufbau von Strukturen, Lehrplänen und so weiter untersützen. Ins Auge gefasst werden überdies gemeinsame Forschungsprogramme mit Workshops, Konferenzen und Symposien sowie der Wiederaufbau des Archivs für afghanische Musik in Kabul.

Im Beisein von Vertretern der Deutschen Botschaft in Kabul ist dazu durch die Kanzlerin der Weimarer Musikhochschule, Christine Gurk, und den Kanzler der Universität Kabul, Habibullah Habib, eine Vereinbarung unterzeichnet worden. Bereits seit drei Jahren ermöglicht das Projekt Safar des Studienprofils am Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena einen Austausch zwischen afghanischen und deutschen Musikern wie Wissenschaftlern.

Die ersten Punkte der neuen Vereinbarung erfahren bereits ihre praktische Umsetzung: An der Universität Kabul werden zur Zeit verschiedene Workshops und ein wissenschaftliches Symposiums durchgeführt. Zudem sind die Übergabe des Archivs und ein gemeinsames Konzert von deutschen und afghanischen Musikern geplant.

In einem ersten gemeinsamen Fernseminar wird darüber hinaus mittels einer speziell gestalteten E-Learning-Plattform bis zum Mai 2015 ein Austausch zwischen Studierenden beider Hochschulen stattfinden. Neben einem Einblick in die Vielfalt der afghanischen Musikkulturen werden vor allem durch das kollektive Erarbeiten von Papers und Präsentationen der Weimarer und Kabuler Studierenden Soft Skills im Bereich des Transcultural Music Research vermittelt. 

Das Studienprofil Transcultural Music Studies am Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena unter der Leitung von Tiago de Oliveira Pinto kooperiert im Projekt Safar eng mit verschiedenen Partnern in Afghanistan. Ziel der gemeinsamen Arbeit ist die Revitalisierung der traditionellen afghanischen Musikkulturen sowie die Stärkung der musikalischen Zivilgesellschaft. Das Projekt wird vollständig aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert.

 


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