Deutsche Kulturschaffende fürchten Folgen des Freihandelsabkommens TTIP  
Proteste gegen Freihandelsabkommen

Proteste gegen Freihandelsabkommen

PM/Codex flores, 12.05.2015

Vor dem Kurfürstlichen Schloss in Mainz hat die DOV (Deutsche Orchestervereinigung) mit einer künstlerischen Performance und einer Resolution vor möglichen Gefahren des Transatlantischen Handelsabkommens TTIP und des Abkommens über den Handel mit Dienstleistungen (TiSA) gewarnt.

Auf die Melodie der Schillerschen Ode an die Freude aus Beethovens 9. Sinfonie intonierten Sängerinnen und Sänger den TTIP-kritischen Text «Wir sind keine Handelsware». Sie forderten damit die Politiker auf, bei den Verhandlungen zu den verschiedenen Abkommen «die gravierenden Bedenken des Kulturbereichs ernst zu nehmen» schreibt die Deutsche Orchestervereinigung (DOV).

Bislang, so zitiert der DOV seinen Geschäftsführer Gerald Mertens, wissen man nicht, von welchen Regelungen der Kulturbereich konkret betroffen sein werde. Auf der Grundlage von völlig unklaren Fakten könne keine konstruktive und kritische Auseinandersetzung stattfinden.

Zu der Aktion versammelten sich Musiker aus allen professionellen Konzert- und Opernorchestern, Rundfunkensembles sowie freie Musiker. Sie war der Auftakt der bis Donnerstag andauernden Delegiertenversammlung der DOV.


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