In Deutschland scheitern Tarifverhandlungen für künstlerisch Beschäftigte vorerst 
Einstiegsgage von 2500 Euro

Einstiegsgage von 2500 Euro

PM/SMZ_WB, 12.05.2022

Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmenden-Vertretern und dem Deutschen Bühnenverein sind vorerst gescheitert. Letzterer empfiehlt seinen Mitgliedern, künstlerisch Beschäftigten ab der kommenden Spielzeit eine Gage von mindestens 2500 Euro im Monat zu zahlen.

Die Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) fordert in einer Petition eine Mindestgage zwischen 2750 Euro und 3100 Euro je nach Grösse der Häuser und Qualifikation. Die Betroffenen hätten meist einen Hochschulabschluss, sie arbeiteten an Sonn- und Feiertagen, unter der Woche oftmals im zweigeteilten Dienst und häufig länger als andere Berufsgruppen. Aktuell liege die Mindestgage von 2000 Euro im Vergleich zum öffentlichen Dienst unter dem Bereich der un- und angelernten Küchenhilfen und Boten.

Die Tarifverhandlungen zwischen der GDBA und der Vereinigung deutscher Opern- und Tanzensembles e.V. (VdO) sowie dem Deutschen Bühnenverein sollen im Juni fortgesetzt werden.

Nachdem die Verhandlungen schon einmal vertagt wurden, sei ein weiterer Aufschub aufgrund der fortgeschrittenen Haushaltsplanung in den Mitgliedshäusern nicht möglich, schreibt der Bühnenverein. Daher gebe er seinen Mitgliedern die normative Empfehlung, den künstlerisch Beschäftigten ab der kommenden Spielzeit eine Gage von mindestens 2500 Euro im Monat zu zahlen. 


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