Tonhalle und MK Winterthur profitieren von Spezialfinanzierung 
Zürcher Musikinstitutionen ausserordentlich gefördert

Zürcher Musikinstitutionen ausserordentlich gefördert

PM/Codex flores, 09.01.2014

Der Kanton Zürich finanziert einmalige und aussergewöhnliche Vorhaben von drei grossen Winterthurer und zwei Zürcher Kulturinstitutionen erstmals seit dem Jahr 2000 wieder mit Mitteln des Lotteriefonds. Profitieren davon können unter anderem die Tonhalle Zürich und das Musikkollegium Winterthur.

In den Genuss von Unterstützungszahlungen sollen laut der Medienmitteilung des Kantons in der Stadt Zürich das Schauspielhaus und die Tonhalle kommen, nicht aber das Kunsthaus, dessen Erweiterung der Lotteriefonds bereits massgeblich unterstützt. In Winterthur sind es das Musikkollegium, das Kunstmuseum und das Theater Winterthur.

Die Tonhalle will ihre Konzertprogramme elektronisch erfassen und Tourneen veranstalten. Übergeordnetes Ziel sei es, «die Ausstrahlung der Kulturstadt Zürich national und international zu erhöhen». Das Musikkollegium Winterthur und das Theater Winterthur produzieren unter anderem zusammen eine Kinderoper.

Die Projektbeiträge stellen keine Kompensation dar für mögliche ausfallende Leistungen der Städte. Die einmal alle vier Jahre aus dem Lotteriefonds gewährten Geldzahlungen sollen dazu dienen, in sich geschlossene Projekte zu finanzieren. Dazu gehören Sonderveranstaltungen, Verbesserungen der Kulturvermittlung, namentlich für Kinder und Jugendliche, die Durchführung von Tourneen und Festivals, sowie die Produktion von Tonträgern.

Einmal pro Legislaturperiode sollen die Städte Zürich und Winterthur künftig ein Sondergesuch um finanzielle Unterstützung durch den Lotteriefonds stellen können, um damit ausserordentliche und einmalige Vorhaben der grossen Kulturinstitutionen zu finanzieren. Dies ist der Kernpunkt von neuen Kriterien, die der Regierungsrat auf Anregung des Kantonsrates erarbeitet hat. Sie gelangen jetzt erstmals zur Anwendung. Für die Eingaben während der Legislatur 2011 bis 2015 hat der Regierungsrat festgelegt, dass pro Stadt zehn Millionen Franken zur Verfügung stehen.
 


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