Urheber setzen sich für angemessene Vergütungen im Internet ein 
Offener Brief an die EU-Kommission

Offener Brief an die EU-Kommission

PM/Codex flores, 13.07.2016

Kulturschaffende aus Europa appellieren in einem Offenen Brief an Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Sie wollen, dass Online-Plattformen wie Youtube Urheber fair an ihren Einnahmen beteiligen. Der Aufruf kann online unterstützt werden.

Die Liste der Unterzeichner ist vielfältig und lang. Dazu gehören unter vielen anderen etwa Mark Andre, Helmut Lachenmann, Moritz Eggert, Siegfried Matthus, Enno Poppe, Enjott Schneider, Charlotte Seither und Ralf Weigand.

Die Komponisten und Textdichter üben Kritik an Online-Plattformen, die Urheber entweder überhaupt nicht oder deutlich unter Wert vergüten. An die Europäische Kommission richten sie den Appell, «rechtliche Schlupflöcher zu schliessen, hinter denen sich die Betreiber bisher verstecken können».

GESAC, der Dachverband der Europäischen Verwertungsgesellschaften, hat eine Online-Petition gestartet, die Urheber und andere Unterstützer unterzeichnen können. Die GEMA begrüsst die europaweite Protestkampagne und ruft die Komponisten und Textdichter, die sie vertritt, sowie auch alle anderen Kultur- und Kreativschaffenden dazu auf, den Appell an die Europäische Kommission zu unterstützen.

Mehr Infos: www.makeinternetfair.eu

  • Vroni Bamert am 13.07.16 - 15:50

    Musik ein unterschätztes Kulturgut

    Vielen Dank an die Appellschreibenden, es ist längst überfällig und sollte alle Kulturschaffenden schützen und fair beteiligen an den Einnahmen. Alles ist auf Youtube hörbar und downloadbar - die lokalen KünstlerInnen stehen in Konkurenz zu einem Onlinenetz, das unsichtbar und gratis alles biete t- darauf weist Zygmunt Baumann hin - Es macht unsere Kultur kaputt.


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