Notenrezension: Violoncello solo 
175 Takte für 175 Jahre

175 Takte für 175 Jahre

Lehel Donáth, 07.11.2013

Eine Jubiläumskomposition in gemässigt moderner Tonsprache für Violoncello solo.

Michael Töpel, 1958 geboren, studierte Komposition, Klavier, Musiktheorie und Musikwissenschaft in seiner Geburtsstadt Bremen und in Lübeck. Er erhielt mehrere Preise für Komposition. Neben seinen eigenen Werken verfasste er auch Klavierauszüge und edierte Werke, darunter Erstausgaben von Felix Mendelssohn Bartholdy, Johannes Brahms, Hugo Distler und Jean Barraqué.

Das vorliegende, in den Schweizer Bergen entstandene Capriccio für Violoncello solo war ein Beitrag für das Jubiläumskonzert vom 22. September 2012 zum 175-jährigen Bestehen des Merseburger Verlages. Es besteht aus genau 175 Takten und ist in einer gemässigt modernen Tonsprache komponiert. Die Musik ist humorvoll, von zum Teil burlesk-tänzerischer Rhythmik durchzogen. Die Komposition ist instrumentengerecht, effektvoll und zeigt eine kontrastreiche Dynamik. Die technischen Schwierigkeiten sind gut zu bewältigen.

Das Capriccio eignet sich für den Konzertgebrauch und kann auch für fortgeschrittene Jungcellisten eine willkommene Einstiegshilfe in neuere Musik sein.

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Michael Töpel,
Capriccio, für Violoncello solo,
EM 2175, € 8.00,
Merseburger Verlag,
Kassel 2012


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