Früherer Berner Konsidirektor und Präsident des Schweizer Musikrats stirbt in Thun 
Tod des Sängers und Kulturmanagers Jakob Stämpfli

Tod des Sängers und Kulturmanagers Jakob Stämpfli

Codex flores, 02.10.2014

Der Sänger, Musikpädagoge und frühere Berner Konservatoriums-Direktor Jakob Stämpfli ist laut einer Todesanzeige in den Berner Zeitungen im Alter von 80 Jahren in Thun verstorben.

Jakob Stämpfli studierte Gesang in Bern und Frankfurt am Main. Ab 1954 führten ihn Konzerte durch ganz Europa, die USA und Japan, in Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Ansermet, Boulez, Frühbeck de Burgos, Richter, Rilling und zahlreichen andern. Bei zahlreichen Schallplattenproduktionen übernahm er die Aufnahmeleitung. Er erhielt mehrere Preise der deutschen Schallplattenkritik und achtmal den Grand Prix du disque.

Stämpfli unterrichtete von 1960 bis 1962 am Konservatorium Biel und ab 1963  am Konservatorium Bern. Während fast 30 Jahren war er gleichzeitig auch an den Musikhochschulen in Saarbrücken, Hamburg und Essen pädagogisch tätig. In Würdigung seiner hervorragenden künstlerischen Verdienste wurde ihm 1965 durch die saarländische Regierung der Professortitel ad personam verliehen.

Stämpfli war von 1973 bis 1992 überdies Direktor der Musikschule Region Thun. 1992 wurde er zum Direktor des Konservatoriums für Musik und Theater in Bern gewählt. Als Präsident des Schweizer Musikrates, der Association des Professeurs de chant de Suisse, des Schweizerischen Musikpädagogischen Verbandes, der Johannes-Brahms-Gesellschaft Schweiz und als Vorstandsmitglied der European Voice Teachers Association war er auch musikpolitisch tätig.


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