Komponist der Music for Pra­gue 1968 im Alter von 95 Jahren gestorben 
Tod des Honegger-Schülers Karel Husa

Tod des Honegger-Schülers Karel Husa

PM/Codex flores, 19.12.2016

Seine Music for Pra­gue 1968 ist auch bei Schweizer Blasorchestern populär. Nun ist Karel Husa, Pulitzerpreisträger und Schüler Arthur Honeggers, in den USA im Alter von 95 Jahren verstorben.

Laut der Mitteilung des Schott-Verlages studierte der 1921 geborene Husa von 1941 bis 1945 Kom­po­si­tion und Diri­gie­ren am Pra­ger Kon­ser­va­to­rium und spä­ter an der Pra­ger Musik­aka­de­mie. 1946 erhielt er von der fran­zö­si­schen Regie­rung ein fünf­jäh­ri­ges Sti­pen­dium, das es ihm ermög­lichte, sein Stu­dium in Paris bei Arthur Honegger und Nadia Bou­lan­ger fort­zu­füh­ren.

Das neue kom­mu­nis­ti­sche Regime in Prag erklärte 1949 sei­nen Pass für ungül­tig. Eine Ein­la­dung ermög­lichte ihm 1954 die Aus­reise in die USA. Dort lehrte er bis 1992 sowohl an der Cor­nell Uni­ver­sity in New York als auch am Ithaca Col­lege New York Kom­po­si­tion.

Für seine kom­po­si­to­ri­sche Arbeit erhielt Husa welt­weite Aner­ken­nung und zahl­rei­che Preise. So wurde zum Bei­spiel sein Streich­quar­tett Nr. 3 mit dem Pulit­zer-Preis für Musik und sein Cel­lo­kon­zert mit dem Gra­we­meyer-Award aus­ge­zeich­net. Seine Music for Pra­gue 1968 wurde zu einem Stan­dard­werk des moder­nen Blas­or­ches­ter-Reper­toires. 1995 erhielt Husa den höchs­ten Ver­dienst­or­den der Tsche­chi­schen Repu­blik und nahm 1998 den Orden der Stadt Prag ent­ge­gen.
 


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