Reverenz an eine in der Schweiz aufgewachsene Cello-Legende 
Graz ehrt Anna Kull mit Wettbewerb

Graz ehrt Anna Kull mit Wettbewerb

PM/Codex flores, 20.01.2020

Die Kunstuniversität Graz ehrt mit einem neuen Cellowettbewerb die 1923 verstorbene Schweizer Cellistin Anna Kull. Vom 10. bis 22. Februar stellen sich dabei 95 junge Nachwuchskräfte aus 30 Nationen der Jury.

Der Internationale Cello-Wettbewerb Anna Kull positioniert sich als Jugendwettbewerb und soll alle zwei Jahre für drei Altersgruppen (2020 die Jahrgänge 2000 bis 2006), abwechselnd für die Instrumente Violincello beziehungsweise Violine durchgeführt werden. Seine erste Ausgabe findet von 10. bis 22. Februar 2020 an der Kunstuniversität Graz statt.

In drei öffentlich zugänglichen Durchgängen stellen sich in diesen 12 Tagen 95 Nachwuchskräfte aus 30 Nationen einer internationalen Jury, die mit Julian Arp, David Geringas, Monika Leskovar, Milos Mlejnik, Gergely Mohl, Ditta Rohmann, Wen-Sinn Yang und Anke Schittenhelm (Vorsitz) prominent besetzt ist.

Anna Kull, wurde am 21. Oktober 1841 in Klausenburg (damals Siebenbürgen, heute Cluj-Napoca in Rumänien) geboren und wuchs in einer adeligen und musikalischen Familie in der Schweiz auf. Ihren ersten Unterricht erhielt sie, so wird vermutet, neben ihrem Vater vom Schweizer Cellisten Adam Schleich in Zürich und ab 1855 vom Solocellisten der Münchner Hofkapelle Hippolyt Müller. Aufgrund ihrer musikalischen Begabung spielte sie sowohl als Solistin als auch als Kammermusikerin bereits in jungen Jahren zahlreiche Konzerte in ganz Europa. Sie starb 1923, im Alter von 82 Jahren, in Trient (Italien). Ihr Instrument vererbte sie der Stadt Graz.
 

Bildnachweis

The New York Public Library - Digital Collections

https://digitalcollections.nypl.org/items/510d47df-f841-a3d9-e040-e00a18064a99


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