Schweizer Chordirigent soll geschichtsträchtiges Amt übernehmen 
Andreas Reize als Thomaskantor designiert

Andreas Reize als Thomaskantor designiert

PM/SMZ_WB, 25.11.2020

Die Auswahlkommission im Verfahren zur Nachfolge im Leiziger Thomaskantorat schlägt Andreas Reize aus Solothurn zur Berufung zum Thomaskantor vor.

Andreas Reize sei ein hervorragend begabter Musiker. Er stelle ein schlüssiges Konzept für die zukünftige Entwicklung des Thomanerchores, verfüge über breite interpretatorische, musikwissenschaftliche und theologische Kenntnisse und habe grosse Achtung vor dem hohen Amt, begründet die Kommission den Entscheid.

Andreas Reize wurde 1975 in Solothurn geboren. Er studierte Kirchenmusik an den Musikhochschulen in Bern und Winterthur-Zürich. Er absolvierte ein Studium der historischen Aufführungspraxis an der Schola Cantorum Basiliensis sowie ein Aufbaustudium Orchesterleitung an der Musikhochschule Luzern. Ausserdem legte er ein Konzertdiplom im Fach Orgel, ein Lehrdiplom Klavier sowie ein Postgraduate-Studium im Fach Chor-Dirigieren ab.

Zurzeit leitet Andreas Reize das Cantus Firmus Vokalensemble sowie das Cantus Firmus Consort-Orchester auf historischen Instrumenten. Er ist Musikdirektor der Oper Waldegg, seit 2007 Leiter des Knabenchores Singknaben der St. Ursenkathedrale Solothurn, seit 2011 Leiter des Gabrielichors Bern und Chordirektor des Zürcher Bach-Chores sowie seit 2019 Erster Gastdirigent am Theater Biel-Solothurn für den Bereich Alte Musik.

Andreas Reize soll die Nachfolge von Thomaskantor Gotthold Schwarz antreten, dessen Vertrag mit der Stadt Leipzig vereinbarungsgemäß am 30. Juni 2021 endet. Der Amtsantritt ist für September 2021 geplant. Der endgültige Entscheid des Stadtrates wird am 16. Dezember erwartet.


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